Mein Tag mit krankem Kind

Man reiche mir die Streichhölzer! Ich bin so müde. Müde, weil ich wenig und schlecht geschlafen habe. Und müde vom Sitzen in Arztpraxen, dem Warten und dem sich Sorgen. Die Nacht war schlecht und 6 Uhr war sie vorbei. Um 7 rief ich im Kindergarten an und meldete das Kind krank. 8 Uhr rief ich beim Hausarzt an, dort sind wir Stammgäste die letzten Monate und sollten uns gleich auf den Weg machen. Also schnell angezogen, Zähne geputzt, Feuchttücher in die Tasche, was zum Essen und Trinken. Los gings! 90 min Rumsitzen mit Kind auf dem Schoss, das sich langweilte. Immer wenn die Tür aufging, die Hoffnung, dass wir jetzt dran sind. Nein, immer noch nicht. Aber dann, endlich. Frau Doktor schaute in die Ohren und griff sofort zum Höhrer, rief selbst den HNO Arzt an und machte einen Termin. Als sie sagte:“Ach Mensch, ihr kommt ja gar nicht mehr zur Ruhe,“ liefen die Tränen und ich jammerte ihr vor, wie kaputt ich sei. Moment, hier ging es doch gar nicht um mich, also Contenaunse. Ihr mitleidiges Lächeln half dann doch ein bisschen und ihr „es wird besser“, liess mich auch lächeln. Aber heute eben noch nicht! Also ins Auto, zur Bekannten, die den grossen Sohn beaufsichtigte. Ja, er konnte noch länger bei ihnen bleiben und die Oma beaufsichtigte sehr gern nicht nur ihren Enkel, sondern auch meinen Sohn. Glück gehabt. Kurz nach Hause, was zum Essen gemacht, 2 h auf der Couch hin und hergewälzt, vielleicht auch etwas gedöst. Dann zur AOK, Kind krank Meldung abgegeben. Gesagt, dass ich auf dem Zahnfleisch gehe, ob es irgendwelche Hilfen und Unterstützung gäbe in meiner Situation. NEIN! Was hab ich mir bloss dabei gedacht? Ich komm mir so lächerlich vor und dumm. Und schwach, das Gefühl mag ich am wenigsten. Nach 10 min warten hatten wir auch schon einen Parkplatz und nach weiteren 30 min waren wir schon dran. Der HNO Arzt war so nett! Das war mein Highlight des heutigen Tages. Ehrlich. Dicke Mandeln, noch dickere Polypen und Mittelohrentzündung in beiden Ohren. Erst mal Antibiotika und Nasentropfen, dann wieder kommen. Ohne Op wird es wohl nicht gehen. Ich hätte alles sofort unterschrieben, ehrlich, denn das dauernde krank sein macht mich wahnsinnig. Arbeiten ist dann definitiv die schönere Alternative. Obwohl….doch, definitiv. Nach dem Termin zur Apotheke, zum Aldi, das Nötigste einkaufen.Und dann endlich das grosse Kind abholen, der mir erzählte, er sei auf dem Schotter mit dem Rad gerutscht und hingefallen. Die beaufsichtigende Oma des Freundes sagte, ihr Enkel habe geklingelt und gesagt:“ Oma komm schnell, der Robin hatte nen Unfall und liegt. Er ist ganz blass und ich glaub er kotzt gleich!“ Aber es war dann dich alles gut, nur ein paar Kratzer. Er hätte nen schönen Tag gehabt. Macht sich jetzt Sorgen um den Bruder und weil der wahrscheinlich operiert wird. Ausnahmsweise darf dieser heute entscheiden, welches tv Programm heut gesehen wird. Und er fragt ihn ganz lieb, ob er ihn zum Kacken begleitet, ohne ihn zu erpressen, oder ihm zu drohen. Ach, ist das schön. Ach ja, den Arbeitgeber und den Kindergarten musste ich dann nochmal auf den neusten Stand bringen und das war’s auch schon. Ich zähle die Stunden, bis ich beide ins Bett stecken kann.

Das ewig schlechte Gewissen!

Da ist es wieder! Dieses blöde Gefühl. Ich sitze mit krankem Kind auf der Couch und schaue Peppa Wutz. Gestern Abend habe ich mich krankgemeldet, da er Ohrenschmerzen hatte. Jetzt geht’s ihm offensichtlich gut und ich weiss, wie meine Kollegen gerade schuften. Dass ich definitiv fehle und sich ihre Pause um sicher 1 h nach hinten verschiebt. Dummerweise mag ich die Kollegin, die es heute trifft sehr. Das macht es nicht besser. Montag ist der schlimmste Tag, 1000 Dinge sind zu erledigen. Und ich sitz hier und trink meinen Kaffee.

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…nichts läuft nach Plan

So! Und schon geht’s weiter…wir hatten nen guten Tag. Grosser Sohn hatte nen Wettkampf, hab kleinen Sohn gelobt, weil er so lieb und geduldig war, obwohl wir so viele Stunden in der Halle waren. Da morgen pädagogischer Tag in der Schule ist und das erst vor 2 Wochen per Mail mitgeteilt wurde, musste ich organisieren , denn ich arbeite morgen. EIGENTLICH! Auf jeden Fall schläft er das 1. Mal bei seinem Freund, dessen Mutter morgen frei hat und mir somit aushilft. Mein Plan war, dass der Zwuckel so um 19 Uhr tief und fest schläft, alles total entspannt ist und ich völlig entspannt morgen Früh nur 1 Kind fertig machen muss, bevor ich arbeiten gehe. Der Plan war gut. Die Realität ist folgendermassen: er schlief 30 min auf dem Weg vom Wettkampf nach Hause im Auto. Er war topfit bis 21 Uhr und die einzige, die tot müde war, war ich. Als er sagte: „Mama, ich rede irgendwie komisch“, gingen bei mir sämtliche Alarmanlagen an. Dieser Satz war vor gut 2 Wochen ein böser Vorbote von heftigen Ohrenschmerzen, wach auf der Couch sein bis zum frühen Morgen. Als der Wecker damals 5.20 uhr klingelte, hatte ich in der Nacht maximal 3 h geschlafen und das nur in Etappen. Aber beim Wecken ging es ihm gut und er hatte super Laune. Ganze 2 Tage lang, dann kam ne fette Grippe. Und jetzt wieder! Ohrenschmerzen! Ich bin kaputt, erschöpft, müde, hatte noch keine Gelegenheit mich vom letzten Mal zu erholen und jetzt schon wieder. Ich mag nicht mehr, ich kann nicht mehr. Und am meisten mag ich jetzt kein krankes Kind! Lieber geh ich arbeiten. Krankes Kind bedeutet: in der Praxis rumsitzen, zur Apotheke gehen, zur AOK wegen Kind-Krank-Meldung, zum Arbeitgeber gehen. Stress! Einfach nur Stress. Und im Schlepptau ein anstrengendes, quängeliges Kind, das jede Gelgenheit nutzt im Auto zu schlafen. Was meine Augenringe nicht besser macht. Darf ich es sagen? ES KOTZT MICH AN!

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Mein Kampf

Ein eigener Blog ist wohl billiger als ne Therapie und weniger anstrengend als Tagebuch schreiben. Also, hier bin ich. Vor 3 Jahren noch lebte ich mit meinem Mann und meinen 2 Jungs in unserem neu gebauten EFH in einer guten Gegend. 2 Autos standen vor der Tür und wir kamen von 3 Wochen Thailandurlaub zurück. Und ich war todunglücklich. Heute wohnen meine Jungs und ich in einer 3 Zimmer Wohnung, das Haus ist seit 3 Monaten verkauft und ich bin um einige Erfahrungen reicher. Bei uns ist kein Tag langweilig, selten läuft mal was nach Plan.Unseren verrückten Alltag will ich gern mit euch teilen!

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