Eindrücke vom Urlaub

Unser Urlaub auf Kreta ist erst einen Tag her und nach 5 Maschinen Wäsche bin ich wieder auf dem Boden der Tatsachen:Welcome back Mommy!Kreta wurde es deshalb, weil wir da letztes Jahr unseren ersten richtigen Urlaub zu dritt hatten.Wenn ich zurückdenke, erinnere ich mich an ganz viel Lachen, Singen, Tanzen, Quatsch machen, Abenteuer und die anerkennenden Worte von einigen aus meinem Umfeld:“Hut ab! Allein mit 2 Kindern ans Meer fliegen, das ist schon ne Leistung!“Auf alle Fälle zog es uns wieder an diesen Ort, wir haben abgestimmt und waren uns sofort einig.Eine Freundin sagte mir mal, Kreta habe heilende Kräfte und in der Tat fühlt es sich dort ein bisschen so an.Ziemlich entspannt machte ich mich einen Tag vorher ans Koffer packen.Diesmal klappte alles Organisatorische NOCH besser, der Zwerg konnte sich auch noch an die Kontrollen erinnern, liess sich diesmal bereitwillig abtasten und wir scherzten darüber, dass man wie ein Roboter dort stehen muss.Das gefiel ihm, ebenso das Spiel:“Wenn es nicht piepst, haben wir gewonnen!“Wir kamen erst 23 Uhr im Hotel an, durften noch ins Restaurant und essen. Mit uns saß eine andere Mama mit ihrem 9 jährigen Sohn und wir kamen ins Plaudern.“Der erste Urlaub ohne Papa“ sagte sie und der Sohn schaute etwas skeptisch, als sie hinzufügte:“Aber das schaffen wir auch zu zweit!“Die beiden haben uns durch unsere 10 Tage begleitet und mit jedem Tag strahlten sie mehr.Am letzten Tag war es mir wichtig ihr zu sagen, wie toll ich die beiden miteinander empfunden habe. Wie respektvoll der Umgang untereinander ist und dass ich denke, dass sie ein super Team sind.Sie freute sich darüber und sagte im Gegenzug, dass sie mich als unglaublich stark erlebt, ich hätt meine Jungs super im Griff und sie bewundert mich dafür.Ich? Im Griff? Das war grad einer dieser Tage, an dem ich selber gefühlt NICHTS im Griff hatte.Dann gab es noch diese andere nette Mama, die mit 3 jähriger Tochter da war und ihre Eltern als Verstärkung dabei hatte. Sie fiel mir am Strand auf, als sie zu ihrer Tochter sagte:“Mila, komm jetzt bitte. Ich habe es 2 mal gesagt und du weisst, ich lauf dir nicht hinterher.“Sie war mir sofort sympatisch.Sie rockte ihr Leben seit 2 Jahren alleine und das besser als mit Partner sagte sie.“Denn jetzt hab ich nur noch ein Kind und nicht mehr zwei.“Unser Gespräch im Pool werde ich nie vergessen, weil ihr Töchterlein so einen Tobsuchtsanfall bekam und lauthals geschrien hat.In meiner Phantasie sah ich Gläser zerspringen, sie gab wirklich alles. Der Animateur hielt sogar kurz inne, unterbrach die Wassergymnastik und schaute entsetzt rüber.Meine Jungs sind 4 Jahre auseinander und wir waren wie Nomaden: alle paar Stunden mal am Meer, die neue Tauchermaske ausprobieren, dann wieder im Babybecken, weil der Zwerg zu seinem neuen Kumpel Jonas wollte.Mir war es egal, ich war überall gerne und machte bereitwillig alles mit, aber einer war immer unzufrieden.Ich erinnere mich an viele schöne Momente.Am 2. Tag schlief der Kleine mittags und mein grosser Sohn und ich saßen auf dem Balkon, schauten aufs Meer und redeten.Überhaupt haben wie viel geredet und ich habe meine Kinder neu entdeckt.Dass beide gern Fussball spielen wusste ich, aber bewusst zugesehen dabei habe ich eigentlich nie wirklich.Ich war verblüfft vom Talent des Grossen und seinen Tricks. Er war oft auf dem Fussballfeld zu finden und war ein sehr begehrter Mitspieler.Die Jungs in jedem Alter rissen sich um ihn. Einmal kam sogar ein polnischer Junge mit dem Handy auf ihn zu. Seine Oma hatte die Übersetzung eingeschaltet und darauf stand: „Willst du mit mir Fussball spielen?“Er war beeindruckt und freute sich. Sein Englisch wurde von Tag zu Tag besser, weil es ohne gar nicht ging.Der Zwerg war sehr interessiert an der neuen Sprache und wenn er sich ungerecht behandelt fühlte, hörte ich ihn „NO“ schreien.Ich schmunzelte darüber.Er wollte alles mögliche von mir übersetzt haben und am Ende sagte er zu jedem: [iksküsi] , this is my brother .Wenn er im Fahrstuhl auf englisch gefragt wurde, wie er heisst, verstand er es und konnte antworten.Überhaupt erfreute ich mich sehr an meinen Jungs, denn sie sind offen und finden schnell Abschluss.Ich sah ihnen gern zu und hörte sie lachen. Bewusst. Dann grinste ich und war glücklich.Sie waren ausgelassen, tanzten und sangen viel. Ich konnte mich nicht sattsehen.Wir nahmen uns vor, jeden Tag eine Sache im Restaurant zu probieren, die wir noch nicht kennen.Bis Tag 6 schafften wir es, dann kam ich mit 3 Schnecken zum Tisch zurück und beide waren empört.Ich liess mir vom Kellner erklären, wie man die überhaupt isst und keiner von uns konnte sich überwinden. Es war zu ekelig.Die besten Gespräche mit Zwergi hatte ich immer auf dem Klo. Denn da lässt er sich ausgiebig Zeit.“Mama, bist du stolz auf mich?““Immer!““Auch wenn ich dich hau und Arschloch zu dir sag???“Er forderte es mehrmals raus, ich gebe es zu.Einmal wollt ich ihm mittags keine „Chocolate“ aus dem Automat lassen. Er tobte und ich liess ihn toben, ging entspannt zum Buffet.Als ich wieder kam, stand auf dem Tisch ein Tasse mit heissem Wasser und er liess sich von der Kellnerin gerade einen Teebeutel öffnen. Es war Schwarztee. Ich schmunzelte.Es war die unterste Taste am Automat und die einzige, an die er reichte.Er sagte dann, dass der Tee für mich sei, ich würde doch Tee lieben.Ein anderes Mal wollte er mittags mit Nachtisch beginnen und ich war dagegen.Er stapfte wütend und entschlossen los und ich wartete neugierig ab.Es dauerte mir dann doch etwas lang und als ich um die Ecke schaute, sah ich gerade noch, wie er sich einen Brownie auf seinen Teller lud.Der Tisch war in Höhe seiner Stirn und er benutzte sogar die Zange dafür. Wie konnte ich da böse sein?!?“Ich bin ja soooo stolz auf dich“, sagte er eines Tages zu mir und kam ganz nah an mich ran, so, dass unsere Nasen sich berührten.Auf die Frage warum antwortete er:“ Du bist mein allerbestes Mädchen!“Wo hat er nur diese Sprüche her?Er war immer auf der Suche nach „seinen Mädels“.Das waren drei Pubärtierende aus Stuttgart und die hatten es ihm angetan.“Gell Mama, die eine ist so wunderwunderschön, findest du das auch?“Geschmack hatte er und ihre Mutter sagte zu ihr, sie soll diese Komplimente geniessen, denn es werden ihr nicht viele Männer in ihrem Leben so ein schönes Kompliment machen und es so von Herzen ehrlich meinen wie mein Sohn.In der ersten Woche erinnerte mich mein Sohn an mein Versprechen mit der Sandburg und wir machten uns an die Arbeit. Jeder hatte seinen Auftag und wusste genau was zu tun ist.Am Ende waren alle begeistert. Vor lauter Freude über das vollendete Werk, liess sich der Grosse mit Absicht drauffallen.Wenn es einer zerstört, dann doch wenigstens er war die Begründung.Geschrei auf der anderen Seite.Die Jungs konnten ihr Glück an Tag 8 nicht fassen, als ich ihnen erlaubte Cola zu trinken. Nur heute und nur ausnahmsweise. Keine Kindercola von Edeka, sondern die richtige für Erwachsene.“Du bist die beste Mama auf der ganzen Welt!“Hm…und wenn. Daheim gibt’s trotzdem keine Cola. Ich mag das nicht.Ich freute mich über jeden leeren Teller, denn wir hatten ausgemacht, so wenig wie möglich übrig zu lassen, ausser es schmeckt etwas nicht.Klappte nicht wirklich oft. Auch bei mir nicht.Mir war wichtig, dass etwas zusammengeräumt wurde vor Verlassen des Tisches, zumindest aus Respekt dem Personal gegenüber. Wenn etwas verschüttet wurde, musste derjenige es aufwischen, auch wenn sofort eine dieser netten Damen parat stand.Alle Tische waren immer mit 2 mal Besteck ausgestattet und mein Grosser hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das dritte Besteck zu organisieren.Besteck- einer der beiden Gründe, warum ich beim Essen mein Handy zücken musste. Wie heisst das nochmal auf englisch?Gabel, Messer, Löffel, alles wusste ich, aber Besteck? Cutlery…aha. Ich hatte das Gefühl, dass ich das noch nie vorher gehört hatte.Dafür vergessen wir es jetzt nie wieder. Es hört sich so lieb an. Und lustig irgendwie.Das andere Mal googelte ich nach allem Wissenswerten über Oktopusse.Denn so einen hatte ich dank der Tauchermaske meines Sohnes 5 Meter vom Strand entfernt entdeckt, als er und ich ein bisschen rausschwammen.Ich riss mir sofort die Maske vom Gesicht und überreichte sie meinem Sohn neben mir. Wir flippten aus vor Freude und waren ganz aus dem Häuschen. Das war ein tolles Erlebnis und er wollte sofort Papa ne Sprachnachricht schicken.Eines Tages war es windig und ich machte den Vorschlag mal nach links am Strand entlang zu gehen und die Gegend zu erkunden.Lustlosigleit, kein Bock, ich will nicht laufen.Ich setzte mich durch. Weil ich die Felsen dort gesehen habe und meine Jungs kenne.Es war laut Sohn der schönste Tag.Dort mussten sie wirklich klettern, Felsen hoch und runter, wir entdeckten „Spuren“ in den Steinen, Muscheln, Schnecken, besondere Steine und Höhlen.Ich weiss nicht was anstrengender war für mich:körperlich mitzuhalten mit den kleinen Äffchen, oder meine Angst auszuhalten vor der drohenden Gefahr, die überall lauerte. Es war gefährlicher als ich dachte und wir hatten einen riesen Spass.Als wir am Hotel waren, stellten alle fest, dass wir noch gar nicht zurück wollen und es uns wieder zu den Steinen zieht. Also sind wir nochmal zurück.Der Zwerg singend und mit Stock in der Hand, den er als Waffe sah.“Du brauchst keine Angst haben, Mama. Ich beschütze dich!“Am Ende lobte ich ihn für seine Kletterkünste und war ehrlich beeindruckt.“Danke Mama“, sagte er stolz.Am letzten Tag versuchte uns der nette junge Mann von der „bananaboattour“ zu überzeugen. Ich winkte gleich ab.Es kam für mich nicht in Frage mit einem 4 jährigen aufs offene Meer rauszufahren.Er sagte, die Tour sei ab 2 Jahren ausgelegt, es wird nicht schnell gefahren und er schwört mir hoch und heilig, dass wir nicht ins Wasser fallen werden.Ich hörte zu.Ich hörte 45 min, nur 5 min fahren zu einer anderen Bucht, schnorcheln, schwimmen, Schwimmweste.Es war unser letzter Tag und es ging kein Wind. 13 Uhr war Treffpunkt. Ich sagte zu.Der Grosse tobte, auf keinen Fall und unter gar keinen Umständen macht er da mit. Wenn überhaupt, dann sitzt er mit seinem Bruder im Boot und überhaupt.Er verunsicherte mich mit seiner Angst um den Zwuckel. Er hatte richtige Horrorszenarien im Kopf.Ich redet auf ihn ein und erklärte alles. Wir gingen alles durch und bis 13 Uhr wusste ich nicht, ob das gutgeht mit uns, weil der Zwuckel dann auch schon anfing, dass er nicht mitkommt.Beide zogen bereitwillig ihre Schwimmwesten an und liessen sich ihre Plätze zuweisen.Beide waren still. Der Grosse angespannt. Er kaute nervös an seinen Nägeln.Als das Boot losfuhr, schaute er ängstlich zu seinem Bruder.Dieser fing vor Freude an zu lachen. Er schob wütend meine Hand weg, wenn er merkte, dass ich ihn festhielt.Als der Grosse das bemerkte und auch, dass das Boot wirklich nicht schnell fuhr, entspannte er sichtlich und konnte es geniessen.Er schrie vor Freude und lachte laut. Es machte Spass. So sehr. Dort angekommen, war mein Sohn nicht zu halten und sprang als erster ins Wasser.Er war so fröhlich und traute sich auch auf den Felsen dort, um runterzuspringen.Mut machte ihm das andere 8 jährige Mädchen, das dort wohl schon oft dabei war.Es war fantastisch und ich war so glücklich, weil die Kinder so glücklich waren.Die Mini disco war 20:30 Uhr unter freiem Himmel. Wir beobachteten gern die Sterne und plötzlich fing der Grosse an, seinem Bruder vom Universum zu erzählen, von den Sternen, was Sternschnuppen sind, dem schwarzen Loch und der Milchstrasse. Ich schaute ihn mit offenem Mund an und war sprachlos.“Woher weisst du denn das alles?“Er zuckte gleichgültig mit den Schultern und antwortete: “ Das weiss doch jeder!“Mein highlight ist trotzdem diese eine Frau, die ich nie vergessen werde.Ich sass mit schlafenden Kind auf dem Arm im Restaurant und wollte ihn nicht wecken. Allerdings hatten wir auch nur noch 30 min Zeit vor der Schließung.Sie kam an unseren Tisch, lächelte so herzlich und sagte auf englisch, dass sie gehört habe, wie ich zur Kellnerin sagte, dass ich so Hunger hätte.Bei ihrer Familie sei alles gut, sie bietet mir ihre Hilfe an, ich soll ihr nur sagen, was sie tun soll. Kind halten, oder Essen bringen, egal was.Ich weiss ich hatte Tränen in den Augen, weil ich so baff war. Und so gerührt von dieser Geste.Sie hielt mein Kind. Bis ich mit meinem Teller zurück kam, war er wach und lächelte mich an.Trotzdem. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und wir hatten tolle Gespräche.Der Urlaub war sehr, sehr schön.Aber ich will auch nichts schöner reden, als es war. Es verging kaum ein Tag, an dem nicht gestritten wurde.Auch dort gab es Dramen. Geschrei. Krieg. Gestichel.Und wenn es nur darum ging, dass der eine sagte, man könne seinen Po selber nicht sehen und der andere deshalb weinte, weil er seinen sehr wohl sehen könne .Anderes Beispiel.Wir waren einen ganzen Tag nur im Babybecken und der Grosse wünschte sich, dass wir zusammen ins Tiefe gehen.Ich verstand seinen Unmut und wollte mit. Der Zwerg allerdings nicht und er schrie um sein Leben.Am Beckenrand wollte ich ihm seine Schwimmflügel anziehen. Das wehrte er ab. Die übliche Diskussion:“Also ich werde jetzt reingehen. Willst du mit, oder wartest du draussen?“Geschrei.Ich ging eine Stufe tiefer im Becken.Noch lauteres Geschrei. Erneute Ansage.Ok, Schwimmflügel. Und Geschrei.Er tobte am Beckenrand. Er wollte nicht mit rein. Aber ich sollte auch nicht rein, soviel verstand ich.Ich ließ ihn stehen und schwamm zum Sohn, der schon genervt war.Alle schauten zu uns. Ich atmete.Plötzlich sprang er unerwartet neben mir ins Wasser. Vor Wut. Er ging kurz unter und tauchte gleich wieder auf, um dann noch wütender zu sein.So sehr ich mich auch immer wieder aufrege wegen ihnen, kurz darauf passiert etwas, dass ich wieder voller Liebe bin.Am Flughafen in Stuttgart angekommen gingen Zwerg und ich aufs Klo. Das Gepäckband hatte noch nicht mal angefangen sich zu drehen und ich stellte mich auf mind. 30 Minuten Wartezeit ein.Ich hob den Zwerg noch hoch, um den „mittleren“ Smilie im Wc zu drücken, mit der man die Qualität bewerten konnte. Keine 5 min später kamen wir raus und da stand der Grosse mit beiden Koffern und wartete.Ich konnte es nicht fassen und liess mir alles darüber erzählen . Er war stolz.Als der Zwerg mich abends beim Einschlafen fragte, ob ich stolz auf ihn bin, sagte ich ja. Und ob ich auch auf seinen Bruder stolz wäre, wollte er noch wissen. „Oh ja, und wie!“

Werbeanzeigen

Die schönen Momente…

… “ Das müsste ich mal…“

Ein Satz, den ich nicht mag. Je öfter ich ihn sage, oder denke, desto dringlicher ist es, ihn endlich umzusetzen.

Ich bin ein Umsetzer, ein Macher, ein Realisierer. Und doch gibt es immer wieder Dinge, vor denen auch ich mich gern drücke.

Vor einigen Wochen waren wir auf einem Spielplatz, mein 4 jähriger Sohn schnappte sich das Rad eines Kindes und hörte nicht mehr auf damit zu fahren.

Es hatte Stützräder und in die Pedale zu treten war noch sichtlich anstrengend für ihn. Er machte immer wieder Pausen, streckte die Zunge raus und keuchte. Ich sah das Feuer in ihm….

Da dachte ich es das erste Mal:

“ Ich müsste mal so langsam das Rad aus dem Schuppen holen, auf dem mein Grosser damals Fahrrad fahren gelernt hat.“

Müsste….da war es! Was hielt mich ab?

Der Schuppen:

Da stehen die Fahrräder übergangsweise, weil unser Fahrradschuppen neu gebaut wird. Er ist alt und etwas gammelig. Ich scheute mich davor ihn zu betreten, weil an der Eingangstür schon grosse Spinnweben hingen.

Ekel und Angst.

Nächstes Problem:

ich hatte Bammel, dass ich schon wieder irgendwelches Werkzeug zum Einstellen der Lenkradhöhe und des Sattels benötige. Noch schlimmer, dass die Reifen defekt sind und ich schon wieder unseren mehr als hilfsbereiten Nachbarn belästigen muss.

Er hat mich nie im Stich gelassen und hilft immer, trotzdem mag ich es nicht, um Hilfe zu bitten.

Jaaaaa, ist doch nichts dabei…bla bla bla.

Ich hab da ein Problem damit und es fühlt sich nicht gut an für mich. Deshalb vermeide ich es so oft es geht und reg mich lieber auf wie Rumpelstielzchen, dass etwas nicht gelingt und ich daran scheitere.

Mit 2 kleinen Jungs passiert das öfter als mir lieb ist: Inliner, Roller, Laufrad, Fahrrad, Trampolin aufstellen, Ballpumpen, Erstellen einer Favoritenliste im TV. Nur wenige der Dinge, die mich schon mal an den Rande des Wahnsinns getrieben haben.

Da war noch was, wovor ich mich drückte: Angst zu Versagen!

Ja, ihr hört richtig. Das Kind soll Fahrrad fahren lernen und ICH hab Angst zu versagen. Verrückt!

Ich konnte mich erinnern, wie viel WIR damals mit dem Grossen geübt haben. Wir- mein damaliger Mann und ich. Es war so anstrengend, immer hinterherzurennen, in gebeugter Körperhaltung und mit Rückenschmerzen. Immer wieder zu ermutigen.

Ich wollte mich nicht mehr drücken, denn ich fühlte, er ist soweit. WIR sind soweit. Ich schloss den ekeligen Schuppen auf und meine Kinder schrien immer wieder, um mich vor den Spinnen zu warnen, die überall um mich herum waren.

Ich fluchte innerlich, als ich durch ein Spinnennetz lief und schüttelte mich lautlos. Ich wollte es heut wissen!

Ich holte erst das neue Fahrrad des Grossen, denn das aktuelle ist ihm zu klein. Dann holte ich das kleine blaue Puky ohne Stützrader hoch. Sie waren staubig und dreckig. Schnell holte ich einen Eimer mit Wasser, 2 Schwämme von oben und los ging’s.

Beide hatten einen riesen Spass! Dann Helm auf. Puh!

Der Zwerg setzte sich drauf, ich hielt ihn etwas am Oberkörper fest, aber das war schon nicht schlecht.

Pause.

Beim 2. Versuch eine Minute später hielt ich ihn nur noch hinten dezent am T-Shirt, um ihm Sicherheit zu geben. Ich liess los und er fuhr. Meterweit! Kerzengerade. Ich hielt den Atem an und lief ihm hinterher.

Bitte, bitte kein Sturz!

Ich hielt ihn an, als er in Schwanken geriet und ich sagte:

“ Schatz, du bist grad ganz alleine gefahren, ich hab gar nichts gemacht! Du kannst jetzt Fahrrad fahren!“

Er war erstaunt und konnte es selbst nicht glauben. Sein Mund formte ein breites Lachen. Wir klatschten ab, wir hüpften vor Freude und drückten uns mehrmals.

Es war ein besonderer Moment.

Ich hatte Tränen in den Augen vor Freude und mein Sohn fragte:

„Mama, bist du stolz auf DICH?“

Hä? Hatte ich mich verhört?!? Dass ich stolz auf IHN war, hat die ganze Sackgasse mitbekommen vermute ich. Und ja, ich war auch stolz auf mich, denn endlich konnte ich dieses belastende „müsste“ von meiner to-do- Liste streichen.

ICH habe es geschafft!

Brauchte kein WIR.

Ich habe die Reifen aufgepumpt, die Sattelhöhe eingestellt und ich habe es ihm beigebracht.

Ok, er hat es mir saueinfach gemacht. Aber vielleicht hab ich das auch verdient.

Mein kleiner Fahrradfahrer, ich bin sehr stolz auf uns. ❤

I can’t master this disaster, oder ein ganz normales Wochenende

Das 1. Mal, das ich mit einem Bild beginne!

Ich habe es vorhin entdeckt und es umfasst so ziemlich all meine Gedanken am heutigen Tag.

Spinn ich eigentlich, oder spinnen die zwei?

Der einzig passende Eintrag kam von einer Bekannten, die bei Instagram schrieb: “ Ich brauche Urlaub von meinem Kind!“

Darf man denn so etwas sagen? Wenn ja, treibe ich es jetzt auf die Spitze.

Achtung, haltet euch fest und schnallt euch an!

Ich wollte meine Jungs heut mehrmals auf den Mond schicken und mich unsichtbar zaubern. Die Zeit anhalten, so dass jeder in seiner momentanen Bewegung verharrt und sich nicht rühren kann.

Ich habe sie in Gedanken an einem Baum gefesselt und bin gegangen.

Ich habe gedroht mich in ein Zimmer zu schliessen, nur, weil ich sie nicht mehr ertragen kann.

Ich wollte die Wohnung verlassen. Heute war ich nah dran, es auszuprobieren mit der Runde um den Block. Sie alleine lassen und einfach gehen. Ans Wiederkommen habe ich nicht gedacht um ehrlich zu sein.

Wenn ich lese, dass Schreien der Kinderseele wehtut wie körperlicher Missbrauch….dann habe ich heute auf ganzer Linie versagt. Mehrmals.

Denn ich habe geschrien, dass es mich im Hals kratzte. Die offenen Fenster haben mich heute nicht gestört.

Ich habe durch die Zähne geredet. Die Endstufe vor’m Nervenzusammenbruch quasi.

Ich bin an meine Belastungsgrenze gekommen und musste danach gefühlt noch nen Marathon laufen. Hinter mir einige Braunbären und Dinos mit flätschenden Zähnen.

So fühlte es sich an.

Meine Gedanken drückten immer auf repeat:

„Ich kann nicht mehr!“

“ Ich schaff das heute nicht, ich steh es nicht durch!“

“ Ich habe heut keine Kraft für sowas!“

Gepaart mit viiiiiiiiiiel Selbstmitleid und mimimi:

„Warum nimmt keiner auf MICH Rücksicht!?“

„Warum hören sie nicht auf mich?“

„Warum sehen sie nicht, dass sie zu weit gehen?“

„Warum werden meine Grenzen überschritten?“

Meine meist wiederholtesten Sätze von heute waren:

„Hört auf die Türen zu batschen!“

„Ihr seid zu laut!“

„Hört auf zu kämpfen!“

„Hör doch jetzt mal auf!“

„Was ist deine Aufgabe?…dann bitte!“

„Hast du gehört was ich dir gesagt habe?“

Gestern las ich erst einen Artikel über besagten letzten Satz und dass man stattdessen besser sagen könnte:

“ Wiederhole, was ich gesagt habe!“

In der Theorie fand ich das ganz brauchbar.

In der Praxis hat er heut versagt, so wie ich.

Heute fühle ich mich wie die schlechteste Mutter der Erde.

Ich habe heut kaum gelächelt, hab meist ernst, oder sogar sauer geschaut.

Um 11 Uhr wusst ich heut bereits, der Tag ist hinüber, nicht mehr zu retten. Das wird heut nichts mehr, ich gebe mich geschlagen.

Mein Kleiner haute mir die Realität zwei mal um die Ohren.

„Du bist eh kein guter Mensch!“

Später…

„Du bist eh ne blöde Mama…für mich!“

Ich bin ihm nicht mal böse, denn vielleicht hat er nur meine Gedanken ausgesprochen.

Ich erspare euch Details.

Es war ein Tag, an dem einer allein das nicht packen kann.

Ein Tag, an dem strenge Blicke nicht ausreichten, sondern als Aufforderung gesehen wurden weiterzumachen.

Ein Tag, an dem ich ( mal wieder) glaubte, den Verstand zu verlieren.

Ein Tag, an dem ich nicht einmal auf der Couch sass, ohne dass ein Kind über mich hoppste, oder gleich auf meinen Schoß.

Ein Tag, an dem ich die Nähe meiner Kinder so gar nicht ertragen konnte.

Ein Tag, an dem sie egoistisch allerhand einforderten, ohne bereit zu sein etwas davon zurückzugeben.

Ein Tag, an dem ich mir gottverlassen vorkam.

Ein Tag, an dem ich mehrmals inne halten musste, die Augen schloss und zählte.

Ein Tag, an dem ich mich nicht umdrehen konnte, ohne dass sie hinter meinem Rücken aufeinander losgegangen sind.

Ich war mehrmals drauf und dran, sie ihrem Schicksal zu überlassen und nicht mehr dazwischen zu gehen.

Einfach Scheuklappen anziehen.

🙈🙉🙊

Einer provozierte gekonnt und der andere schrie in allen Oktaven.

Ich konnte es nicht mehr ertragen.

Ich führte schier endlose Machtkämpfe darüber, dass der Fernseher aus bleibt und es nichts Süsses gibt, wenn man sein Mittagessen nicht angerührt hat.

Ich war am Ende! Game over. Ich war der Endgegner und sie hatten mich platt gemacht, überrannt, entwaffnet.

Alle Techniken, Strategien, nichts half heut. Ich lag am Boden.

Also beschloss ich: raus!

Ich packte wortlos den Rucksack und redete nur in kurzen knappen Sätzen, so wie immer, wenn ich am Platzen bin.

Dann reicht die Kraft nur noch für kurze Ansagen wie: „Schuhe anziehen!“

Im Garten mussten wir an den Vermietern vorbei, die dort arbeiteten.

„So, wir hauen jetzt ab, damit Sie mich nicht mehr schreien hören müssen!“

In meinen Bart nuschelte ich: „Schrei ich halt wo anders!“

Ich nahm keinen Blickkontakt auf, ich hörte sie nur lachen. Ich konnte es heute nicht erwidern.

Meine Jungs wollten wissen, wohin wir gehen. Ich redete nicht. Ich schaute nur auf die Strasse.

Als der Zwuckel fragte: „Gehen wir jetzt nach Kreta?“

Ooooook, da musste ich lachen.

Den beiden gefiel das und sie versuchten weiter mich zum Lachen zu bringen. Ich gab dem Nachmittag eine Chance.

4 h waren wir dort am Bach und die Jungs IM Bach. Warfen Steine, bauten Staudämme, wateten, überquerten, halfen sich gegenseitig, lachten, waren so lieb zusammen und ich konnte es nicht fassen:

Waaaaaaaarum funktioniert das zu Hause nicht? Nie?!?

Warum muss ich immer alleine und dumm irgendwo daneben sitzen, Hauptsache es ist Wasser in der Nähe?

Es kann doch nicht sein, dass ich so grossen Aufwand betreiben muss, um ein paar Stunden runterfahren zu können?

Als ich 19 Uhr gehen wollte, wusste ich wieder, was ich NICHT vermisst hatte. Geschrei und Gezicke, Diskussionen.

Ich war NICHT zu Verhandlungen bereit, denn ich wollte sie nicht sooo spät im Bett wissen. Beide waren mehr als dreckig und die Bilder, mit der Nacktschnecke auf der Hand liessen mich nicht los.

Abgesprochen war, dass beide sofort ins Bad sollen und sich ausziehen zum Baden. Nichts anfassen, nirgends hinsetzen mit den nassen, dreckigen Hosen.

Bis ich Wasser anschaltete, waren beide verschwunden. Einer war noch nicht weit und gab schnell nach.

Zwergi war im Wohnzimmer- und hatte in Windeseile aus allen Couchkissen und Decken eine Höhle gebaut! Hilfe!

Aaaaaaaatmen!

Bringt jetzt nichts, ich bereitete Essen vor und schob es in den Backofen. Kind 1 war fertig mit duschen und hatte den Auftrag, alles was in seinem Zimmer auf dem Boden liegt, aufzuräumen.

Ich ging ins Wohnzimmer, der Zwerg ahnte was ihm blüht und hielt sich am Kissen fest. Schreiend, denn er hasst duschen.

Ich hatte Tränen in den Augen. Meine Stimme zitterte. Die Wut war weg.

Bis ich die Teller auf den Tisch stellte, holte er das Besteck und unsere schönsten Servietten.

Ich schenkte Getränke ein und er räumte das komplette Wohnzimmer auf, OBWOHL er es gar nicht wahr.

So schön ordentlich hatte ich die Couch und den Tisch schon länger nicht gesehen. Er ließ sich loben und sagte, das hätte ihm viel Spass gemacht und er wolle nach dem Essen weitermachen. Er ging nach der ersten Aufforderung schon Zähne putzen, beide brachten den Müll runter und wischten den Tisch ab. Es wurde gefegt und die Schuhe sortiert.

Er ermahnte den Zwerg: “ Lass Mama jetzt in Ruhe, die weint schon fast!“

Ich musste lachen und machte mich somit unglaubwürdig.

Weil alles so schlimm war, habe ich noch 2 Bücher vorgelesen. Es war mehr fürs schlechte Gewissen, als des Lesens wegen.

Der Große nahm meinen Fuß, fing an ihn zu massieren und sagte: „Heut bist du mal dran! Und wie sagst du immer so schön Mama? Morgen ist ein neuer Tag!“

Zeugnis und so…

Den ganzen Tag gestern hatte ich dieses Kribbeln im Bauch…Es war angenehm, ich konnte es nicht erwarten.

Das 1. Zeugnis mit Noten! Zumindest mal mit zwei Noten, in Mathe und in Deutsch.

Puh! War das aufregend! Obwohl Sohnemann und ich die Noten erahnen konnten, waren wir uns eben nicht zu 100% sicher.

In Deutsch zählt Manches doppelt, Manches dreifach und Gedichte zum Beispiel nur einfach.

Ich hab nie die Noten vom Jahr aufgeschrieben. Ich habe unterschrieben und es wurde abgegeben. Fertig!

Wir drückten uns, als er mir beim Abholen in die Arme lief und es platzte gleich aus ihm raus. Er strahlte. Und ich mit!

“ Weisst du Mama, der X und der X haben alles nur Einser,“ sagte er anerkennend mit grossen Augen, so als könne er es gar nicht glauben.

Es war ohne Neid und Missgunst, das hat mir gefallen.

Im Auto wurmte es ihn dann schon kurz.

„Oh Mann, ich will auch mal ne Eins!“

Ich sah ernst in den Rückspiegel, unsere Blicke trafen sich.

Ich sagte: “ Jetzt hör mir mal genau zu.“

Er wusste wohl was kommt und er fing an:“ Ja, ich weiss. Die haben keinen kleinen Bruder, der oft nervt!“

Genau!

Der kleine Bruder ist erst vier geworden und macht schon lange keinen Mittagsschlaf. Er möchte gern beschäftigt werden und hat immer dann 100 Wünsche, wenn ich dem Grossen bei den Hausaufgaben helfen will.

Manchmal will er auch genau DANN mit mir auf der Couch liegen und Kuscheln, um sein Mittagstief zu zelebrieren.

Hausaufgaben musste er deshalb eigentlich von Anfang an alleine machen, ich konnte sogut wie nie daneben sitzen.

Er durfte jederzeit fragen und ich habe immer kontrolliert. Aber mehr war nicht drin.

Oft gab es riesen Theater während dieser Zeit, die furchtbarsten Streitereien passierten genau in dieser Zeit. Ich kam von der Arbeit, hatte manchmal noch nicht zu Mittag gegessen. Ich konnte mich nicht kurz setzen und durchatmen.

Ich war oft genervt und fühlte mich unter Druck.

Ihm ging es sicher ähnlich.

Wir alle drei hatten völlig verschiedene Bedürfnisse und die liessen sich nicht vereinen.

Ab und an schlief der kleine Hausaufgabenverderben auf der Couch ein und ich konnte mir Zeit nehmen. Bestraft wurde ich dann mit einem saufitten Kind, dass 19.30 Uhr noch keine Anzeichen von Müdigkeit hatte.

Ich dafür, ich war schon seit Stunden in Gedanken bei meinem Bett, voller Sehnsucht.

„Ausserdem hast du 3 mal in der Woche zwei Stunden Turnen. Das hat ausser dir keiner. Und da bist du ja auch noch richtig gut und bekommst ne Menge Medaillen,“ fuhr ich fort.

„Uuuuuuuund….Papa wohnt nicht mehr mit uns zusammen. Kann nicht zusätzlich mit dir üben, oder den Bruder so lange beschäftigen.“

Ich sagte nochmal ausdrücklich, wie stolz ich war, dass er trotz allem so gute Noten hat. Ich weiss, dass er sich Mühe gegeben hat und immer angestrengt.

Ich bin mehr als zufrieden!

Er fragte mich, ob er mit zwei Zweiern auch auf die beste Schule könne. (Gymnasium)

„Ja, klar“, war meine Antwort und er war überrascht.

Ich mache keinen Druck.

Klar will ich, dass er sich auf Arbeiten vorbereitet und helfe ihm dabei.

Alles bis Note 3 ist für mich ok, sagte ich ihm.

Wenn’s schlechter als 3 ist, dann müssen wir kucken, woran es lag: zu wenig gelernt, oder nicht verstanden?

Damit fahre ich bisher sehr gut.

Den Druck macht er sich selber nämlich mehr als genug.

Ich will ein glückliches Kind. Kein Perfektes. Ich wünsche mir, dass er noch genug Zeit hat Kind zu sein und frei spielt.

Mir ist es auch egal, was er für einen Beruf lernen wird.

DASS er einen lernt, das ist mir wichtig.

Ob er Handwerker wird, oder Chef einer Bank…

Glücklich soll er sein. Ich wünsche ihm, dass er morgens gerne aufwacht und sich auf seine Arbeit freut.

Wo auch immer es ihn hintreibt, ich bin gespannt.

Bis dahin bin ich einfach nur mal stolz auf ihn.

Ich habe dazugelernt…

In letzter Zeit gerate ich oft in Situationen, bei denen ich mir eingestehen muss:

man kann nicht alles haben!

20. 7…der Tag, an dem ich mich schon vor Monaten zum “ Muddyangel run“ in Stuttgart angemeldet habe.

Zusammen mit 6 anderen Mädels fieberte ich dem Tag entgegen und hoffte, dass ich das alles mit den Kindern organisiert bekomme.

Denn diesmal bin ich es anders angegangen: ERST anmelden und mich DANN erst um die Kinderbetreuung kümmern.

Ich war nervös und das Verhältnis zum Papa der Kinder zu der Zeit nicht wirklich gut.

Die Umgangswochenenden waren nur zeitnah möglich zu besprechen, wenn überhaupt. Fakt ist, es war zäh und so weit im Voraus konnte er nicht planen.

Ich war erleichtert, als ich einen Plan B hatte, falls er mir einen Strich durch die Rechnung machen sollte.

Der Plan war umständlich und nicht genau das was ich logistisch wollte, aber es war ein Plan.

Nach dem letzten Elternabend stand der Termin für das Sommerfest der 2. Klasse meines Sohnes fest:

Es war der 20. 7

Ich konnte es erst nicht fassen und ärgerte mich unheimlich darüber, dass solche Dinge jetzt schon am We geplant werden.

Noch mehr verfiel ich nach dem 1. Schock in Selbstmitleid und den kreisenden Gedanken um das Thema:

…jetzt hab ich EINMAL was vor….immer kümmere ich mich um die Kinder…EINMAL meld ich mich an…Ich habe dafür Geld gezahlt und ich freu mich darauf…es ist schon so lange geplant…

Ich hatte zwar einen Plan B, ja, aber dieser Plan B liess sich nicht mit dem Sommerfest vereinen.

Ich ging die Möglichkeiten durch:

1. Ich sage das Event ab, weil ich wirklich will, dass mein Sohn bei seinem Sommerfest dabei ist

2. Ich gehe zu dem Event, nehme Plan B und mein Sohn kann eben nicht zu dem Sommerfest

3. Der Papa nimmt die Jungs an dem Tag, ich kann zu meinem run.

Dann weiss ich aber immer noch nicht, ob er mit Sohnemann zu dem Sommerfest gehen will, ich denke aber eher nicht

Der Druck stieg, als mein Sohn mir von dem Theaterstück erzählte und mir den Text in die Hand drückte, den er dafür lernen soll. Ausserdem ist sein legendärer Handstandlauf Teil des Ganzen.

– Schluck-

Es quälte mich.

Das Verhältnis zum Papa der Kinder besserte sich und ich hatte minimale Hoffnung.

Erst viel später waren die Umgänge besprochen und am 20. 7 waren sie bei Papa.

PUH! Soweit so gut!

Ich traute mich noch nicht, ihm von dem Sommerfest zu erzählen.

Wenn er nämlich nicht mit Sohn hingegen wollte, hätte ich meins sicher abgesagt, damit ich mit ihm hingehen hätte können.

Es vergingen mehrere Wochen und eines Tages war die Stimmung gut, alle waren entspannt und ich informierte ihn darüber.

Bevor er etwas sagen konnte, erzählte ich ihm, dass das dem Sohn sehr wichtig ist und dass er sich darauf vorbereitet hat. Also nicht fehlen darf.

Zu meiner Überraschung war er sofort einverstanden und freute sich, dass das erst 15 Uhr losgeht.

Der letzte Wettkampf, zu dem er unseren Sohn begleitete, der fing 9 Uhr an. Das war schon sportlich für ihn allein mit 2 Kindern und in einer anderen Stadt.

Ich konnte mein Glück nicht fassen und ich war so erleichtert. All meine Probleme waren mit einem Schlag gelöst.

Gestern war der 20.7 und wir kamen alle auf unsere Kosten.

Am Vorabend fuhr ich nach Stuttgart und schlief bei einer Bekannten. Das allein war schon Entspannung pur.

ALLEIN im Auto, auf der Autobahn. Wahnsinn.

Ich drehte die Musik laut und fuhr auf der linken Spur.

Ich Rebell.

Wir sassen draussen aud der Terasse zusammen, wie waren zu dritt.

Es wurde philosophiert, sich ausgetauscht, auf den neusten Stand gebracht und wir tranken Hugo.

Nur Erwachsene! Wow!

Am nächsten Morgen lernte ich die 2 Jungs der Gastgeberin kennen und sie erinnerten mich sehr an meine. Ich mochte sie auf Anhieb, liess mir die Nerf-Sammlung zeigen und bewunderte die vielen Legos.

„Petra, vermisst du deine Kinder, oder was ist los!?!“

Sie lachte und ich stellte fest, dass ich das Alles mag. Kinder, Jungsspielzeug, mein Leben damit. Absolut!

Am Abend danach war ich mit letzter Kraft bei Edeka und wollte mir noch leckeres Essen kaufen.

Das mach ich immer so für MEIN We!

Ich hoffte keinem zu begegnen, denn ich hatte noch Schlamm in den Ohren und war nicht in Redelaune.

Ich war müde, erschöpft, k.o und alles zusammen. Gepaart mit Glückseligkeit und Erleichterung, dass alles so geklappt hat.

An der Kasse traf ich diese eine Mama .

Sie fragte mich, warum ich heut nicht beim Sommerfest dabei war.

„Musstest du arbeiten?“

War das der einzige Grund, der gezählt hätte, fragte ich mich kurz.

War das ein Apell an mein schlechtes Gewissen?

Ich liess es nicht zu!

Ich antwortete höflich, aber kurz: Nein!

Dann lächelte ich und packte meine Sachen in den Wagen. Sie schaute etwas irritiert.

Ich habe dazu gelernt!

Man kann nicht alles haben.

Ich hatte nicht das Bedürfnis mich zu rechtfertigen.

Der Papa war dabei und der ist nicht unwichtiger als ich.

Diesmal hatte ich etwas anderes vor.

Die Hauptsache ist, dass alle ihren Spass hatten, keiner musste zurückstecken.

Kein schlechtes Gewissen weit und breit.

Ich freue mich mit meinen Kindern, dass sie die Möglichkeit hatten, das mit Papa zu erleben.

Ich freue mich für den Papa, dass er die Möglichkeit wahr gemacht hat und Teil des Ganzen war.

Und ich freue mich für mich, denn ich hatte wirklich Spass und hab die Auszeit gebraucht.

Schuldgefühle

Mein grosser Sohn ist 8 und in der 2. Klasse.

Von allen Seiten höre ich, dass er ein „Schlamper“ ist. Die Lehrerin sagt es mir bei jedem Gespräch. „Die Unordnung unter seinem Tisch ist schlimm!“

Regelmässig vergisst er sein Mathebuch und kann deshalb die Hausaufgabe erst am Folgetag machen. Dafür hat er ab und an die Unterlagen oder Bücher seiner Mitschüler dabei, so dass DIE ihre Hausaufgaben nicht machen können.

Es gibt Anrufe von Eltern, weil ihr Kind meint, dass mein Sohn deren Buch eingesteckt habe und ich soll dafür sorgen, dass er es am nächsten Tag zurückgibt.

Mehrmals wöchentlich ist seine Mensakarte und dazugehöriger Brustbeutel verschollen, darüber ärgere ich mich schon gar nicht mehr.

Er tauchte immer wieder auf, denn jeeeeeder weiß, dass das ihm gehört.

Ich habe von Kindern gehört, dass er kein beliebter Nebensitzer ist, da jeder, der neben ihm sitzt auch schlampig wird.

Ich selber bin sehr ordentlich und gewissenhaft mit meinen Sachen, so dass es mich wirklich in den Wahnsinn treibt, all seinen Kram beisammen zu halten:

Kleidungsstücke, Cappies, Trinkflaschen inklusive.

Seit der 1. Klasse ist es ein Drama.

Ich habe ihm schon Taschengeld für meine Spritkosten abgezogen, weil ich 2 Wochen in Folge zu Hause feststellte, dass er nach dem Training die neuen Turnschuhe in der Halle vergass.

Meine Nerven, die ich dabei liess, sind unbezahlbar.

Sein Trainer geht nach dem Training extra in die Umkleide, um liegengebliebene Gegenstände von meinem Sohn einzusammeln.

So geht nichts verloren, ich weiss, alles landet wieder daheim. Aber es ist unangenehm, wenn er wieder lachend sagt, dass das bald Geld kostet.

So hat er seinen Ruf weg! Ich gebe zu, ich habe auch kein Geheimnis daraus gemacht und es oft genug thematisiert.

Ich habe Augen verdreht, gestöhnt, geschimpft und gemeckert, ohne darauf zu achten, ob es Publikum gibt.

Mein Sohn ist ein feiner Kerl, er hat wunderbare Eigenschaften. Erstaunliches Einfühlungsvermögen und sehr feine Antennen.

Wenn es um seine Ninjago Karten geht, ist ihm Ordnung und Vollständigkeit sehr, sehr wichtig. Jede Karte hat ihren Platz in der Sammelmappe und wehe, da gerät mal was durcheinander!

Heute hatte er Training.

Er geht gerne hin und mag den Trainer sehr. Wenn er schlechte Laune hat, weiss ich, dass ich 2 h später ein glückliches, ausgeglichenes Kind abholen werde.

Beim heutigen Abholen war schon grosse Aufregung. Ich sah im Augenwinkel eine besorgte Mama, die offensichtlich nach etwas suchte. Ihr Sohn hatte nur eins von zwei Riemchen, die wir für die Reckübungen kaufen mussten.

Sie befragte ihren Sohn und hielt ihn an, danach zu suchen.

In der Zwischenzeit und unabhängig davon, bat ich meinen Sohn die Tasche zu öffnen, um jetzt und nicht erst daheim feststellen zu können, was diesmal fehlt.

Zuverlässig wie immer, hatte der Trainer das vergessene T-shirt von letztem Montag zurückgegeben. Gut!

Dafür fehlten andere Dinge. Er rannte los und holte sie. Auch gut!

Als die andere Mutter immer noch suchte, sah ich bei meinem Sohn mal nach. Er wurde bereits gefragt, sagte aber, dass er nur seine Riemchen habe.

Als ich kontrollierte….oh Wunder…Er hatte 3 Riemchen und die Mama war erleichtert.

Der Turnkollege sagte lächelnd: „Letzte Woche hast du meine eingesteckt und diesmal die von X!“

Ich war genervt und sagte:

“ Wenn was fehlt, immer zuerst bei Robin schauen!“

Im Auto war die Stimmung schnell explosiv. Ich bemerkte sofort, dass etwas hier nicht stimmte.

Ich höre es sofort an der Stimmlage. Er diskutierte über eine Sache mit mir, bei der mir klar war:

Hier kann es nicht um die Sache an sich gehen! Hier ist was faul!

Noch bevor ich klar denken konnte und fragen, ob etwas im Training vorgefallen ist…hatte ich meine Antwort.

Ich hatte gehofft, dass es nur eine Übung war, die heut nicht geklappt hat und ihn ärgert.

Aber nein! Heut war es etwas anderes.

Nachdem der Trainer ihm sein liegengebliebenes T-shirt überreichte und er seine Handschuhe für die Reckübung nicht findet konnte, habe der Trainer zu ihm gesagt: „Genau deshalb mag deine Mama dich nicht, weil du alles verschlampst!“

Bäääääm!

Ok, ok….Ich muss mich sammeln!

Inzwischen sind wir schon am Spielplatz angekommen und ich lasse den kleinen Bruder vergnügt zu seinen Freunden.

Ich gehe ums Auto herum, öffne die Tür vom kleinen Häuflein Elend.

Er weint wie verrückt und schluchzt, kann kaum reden. Ich muss ihm alles aus der Nase ziehen und mir aus den Bruchstücken die Geschichte zusammenreimen.

Ich frage ihn nicht, ob er aussteigen will, denn ich weiss, dass er sich für seine Tränen schämt.

Ich gehe in die Hocke, er sitzt zusammengekauert da und weint, kann sich nicht beruhigen.

Ich hake nach, ob er das genau so gesagt hat, so ähnlich, oder, ob er es evtl. falsch verstanden, oder falsch interpretiert hat.

Er ist sich nicht mehr sicher.

So, oder so ähnlich… irgendwie zumindest.

Ihn quält die Frage, WARUM er sowas sagt. WIESO sagt der sowas Gemeines?

Dass es nicht stimmt, dass weiss er ja, aber wieso tut er das?

Das sei in der Mitte vom Training gewesen und er habe dann kein Wort mehr mit dem Trainer geredet. Nur noch, wenn es um Übungen ging.

Der sei halt der Erwachsene und er das Kind, deshalb habe er einfach nichts gesagt.

Er leidet und mir bricht das Herz ihn so leiden zu sehen.

Ich erinnere mich an seine Kindergartenzeit, als er so alt war wie sein Bruder.

Da weinte er mal vor Wut, oder wegen einer Verletzung.

Jetzt geht es um menschliche Enttäuschung von einer seiner engsten Vertrauten.

Das tut richtig weh!

Ich weiss, dass er grossen Respekt vor seinem Trainer hat und dieser auch viel von ihm hält, das sagt er oft genug.

Nach ein paar Minuten kommt mein Sohn aus dem Auto und wir setzen uns beide auf eine Schaukel und reden.

Den kleinen Bruder hab ich im Auge, er ist beschäftigt und beachtet uns nicht.

Ich stelle mich vor meinen Sohn, er hat sich beruhigt.

Leise frage ich ihn, ob wir uns mal drücken sollen, oder ob ihm das jetzt zu peinlich sei.

Er antwortet nur mürrisch:

“ Peinlich!“

Ich erkläre ihm, dass man manche Dinge falsch versteht. Dass andere etwas sagen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie sehr das den anderen verletzen kann.

Egal was für ein Fall das jetzt ist, sei es mir wichtig, dass er eins immer weiss:

Auch wenn 100 Leute so etwas behaupten, er soll immer wissen, dass seine Mama ihn über alles liebt. Er soll sich daran erinnern, dass ich es ihm jeden Abend vor dem Einschlafen sage und egal WIE schlampig und vergesslich er ist, dass das niemals die Liebe zerstört, die ich für ihn habe.

Es ist angekommen, ich kann es in seinem Gesicht lesen.

Die weiteren 2 h verliefen sehr harmonisch und wir hatten viel Spass.

Zu Hause habe ich mich aufrichtig bei ihm entschuldigt. Dafür, dass ich oft betont habe, wie schlampig er ist.

Dass ich mir Situationen in Erinnerung gerufen habe, die für ihn dadurch unangenehm gewesen sein können.

Vielleicht hat er sich geschämt.

Er nickte und gab mir auch die Hand: Entschuldigung angenommen!

Ich sagte ihm, dass ich diese Situation definitiv mit dem Trainer besprechen werde und fragte, ob er dabei sein will, oder, ob ich das alleine klären soll.

Er möchte nicht dabei sein. Akzeptiert!

Ich versprach ihm, dass das in Zukunft anders laufen wird.

Kein Gemecker mehr!Stattdessen sind wir 2 jetzt ein Team und ich helfe ihm dabei, an seine Sachen zu denken.

Nach der Schule werden wir uns ne ruhige Ecke suchen, im Ranzen schauen, ob alles da ist. Oder ob sich etwas rein verirrt hat, das gar nicht ihm gehört.

Dann kann er es gleich begradigen.

Ebenso nach dem Training.

Ohne Publikum.

Nur das Team. Nur er und ich!

Hiobsbotschaften

Ein harter Wochenstart liegt hinter mir. Solange keine Ferien sind, fühle ich mich recht sicher und unterstützt. Gestern, Dienstag, kam die nette Dame von der Betreuung meines Sohnes auf mich zu. In der Hand hielt sie den Infozettel, dass am Freitag, also 3!!!! Tage später pädagogischer Tag sei und deshalb keine Frühbetreuung stattfindet.

Kurzer Anflug von Panik, denn ich arbeite Freitag und wusste nichts davon. Diesmal habe es wohl nicht gut geklappt mit der Weitergabe und es wurde sozusagen verschwitzt.

Kann ja mal passieren, aber schlecht für mich! Uns!

Ich beruhigte die traurig und besorgt schauende Betreuungskraft, sie machte sich Vorwürfe, das sah ich ihr an.

Ich versprach ne Lösung zu finden, wie immer.

Dennoch wirft mich sowas komplett aus der Bahn. Neben mir sass eine andere Mama. Sie versuchte zu helfen. Versuchte!Ihre Ideen: später zur Arbeit?Ähm, nein. Ich fang schon später an wie alle anderen Kollegen. Gerade jetzt ist Land unter durch viele Krankheitsausfalle.

Kind mitnehmen? Ähm nein. Denn ich kann ja dann nicht kurz die Arbeit verlassen, um Sohn zur Schule 2 Orte weiter zu fahren.

Frei machen? Ähm nein. Ausgeschlossen.

Den freien Tag am Donnerstag gegen den Freitag tauschen?Ähm nein. Absolut ausgeschlossen!!!

Nebenbei erzählte sie mir, wie kaputt sie zur Zeit sei. Ihr Mann habe Nachtschicht und deshalb habe sie morgens so Stress. Wenn der Sohn zur Schule muss, sei ihr Mann noch nicht da und die kleine Tochter schon wach.

Sie müsse sich fertig machen, Sohn fertig machen. Dann käme ihr Mutter, um bei der Kleinen zu bleiben, während sie den Jungen zur Schule bringt. Hmmmm.

In dieser Situation, an diesem Tag, in meiner Stimmung und Verzweiflung…es war wie ein Schlag ins Gesicht. Normalerweise lächle ich verständnisvoll und höre nur zu.Diesmal musste ich sie daran erinnern, was für ein Glück sie hat! Ihre Mama kommt und bleibt bei der Kleinen, wenn sie Sohnemann zur Schule bringt. Stress? Das ist absoluter Luxus!

Ich mache morgens mich fertig, 2 Kinder und dann verlasse ich mit beiden das Haus, denn zu mir kommt morgens niemand.

Ich bin sauer auf diese Mama. Sie kennt meine Situation. Dass ich nicht die Richtige bin, um Verständnis zu ernten, muss ihr klar gewesen sein.

Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht war ich nur egoistisch.

Was gibt mir das Recht, ihre „Probleme“ klein zu reden, ihr Befinden, ihr Stresslevel? Ich bin im Zwiespalt. Mitleid kann ich nicht leiden. Es lässt mich so klein erscheinen. Erbärmlich fühl ich mich da. Und das will ich nicht.

Ich weiss noch nicht wie, aber es wird eine Lösung geben!

Ich habe meinem Sohn 3 Möglichkeiten aufgezählt. Er soll wählen, welche ihm für Freitag am liebsten ist.

1. Ich frage im Kindergarten des Bruders nach, ob er die 1.5 h dort verbringen darf bis Schulbeginn.

2. Ich setz ihn 7 Uhr an der Schule ab und er ist dann eben alleine dort, muss sich die Zeit vertreiben.

(Kein gutes Bauchgefühl…das habe ich ihm aber nicht gesagt)

3. Er bleibt alleine zu Hause, ich rufe ihn von der Arbeit aus an und sage ihm, dass er jetzt loslaufen soll.

Mein Sohn entschied sich für eine 4. Version:

7 Uhr bring ich den Bruder zum Kindergarten und stelle seinen Ranzen an der Schule ab. Er schaut daheim Fernseh und ich rufe ihn an, wenn er das Haus verlassen soll.

Clever! Die Version gefällt mir gut, ist aber wieder ein neuer Meilenstein.Wenn er bisher gelaufen ist, habe ich in der Betreuung angerufen, ob er angekommen ist. Dann konnte ich beruhigt in den Tag starten.

Das fällt dann diesmal aus. Ich kann nur hoffen, dass er gut ankommt und ich mittags ein gesundes, fröhliches und stolzes Kind abhole. Puh! Looooooslassen! Ich lese so oft Artikel über Helikoptermütter. Bin ich womöglich auch eine?Ist das schlimm?

Kann sein, dass andere Mütter da cooler wären. Mein Sohn ist 8 und ich traue es ihm voll zu.

Ihm!

Aber ich traue allen anderen nicht! Ich versuche mich nicht reinzusteigern, was alles passieren kann.

Denn es wird NICHTS passieren. Rein gar nichts. Alles wird gut!

Ich bin die Mama! Ich muss Sicherheit ausstrahlen! Wenn nicht ich, wer dann!?! Wir werden es alle gut meistern!

-Ohm-