Afghanistan

#WhereIsMyName

Ich bin eine Frau!

Schon allein deshalb kommt man an dem Thema nicht vorbei.

Ich habe mich in den letzten Tagen sehr damit auseinandergesetzt, aber auch schon früher.

Ich habe immer wieder gelesen, was die Frauen sich dort erkämpft haben. Freiheiten, die für uns hier schon so selbstverständlich sind.

Afghanistan ist gar nicht sooo weit weg. Und doch schien es eine andere Welt zu sein.

Heute ist es mir näher als je zuvor.

Politisch halte ich mich zurück mit meiner Meinung.

Was wäre, wenn…

Man hätte doch…

Wie kann es sein, dass…

Warum hat man…

Warum hat man nicht…

Heute denke ich an die Frauen dort.

An die Kinder.

An das Leid.

An die Enttäuschung. So viele Jahre haben Aktivistinnen für die Freiheit ALLER Frauen und Mädchen gekämpft.

Ihr Leben dafür aufs Spiel gesetzt und auch geopfert.

Sie wurden ausgepeitscht im besten Fall.

Gesteinigt und ihnen die Haut abgezogen im schlimmsten Fall.

Ihnen war das alles bewusst und doch wussten Sie auch:

Hier geht es nicht nur um mich! All die Anderen sind mir das wert!

In einem Land, in dem den Frauen endlich nicht mehr die Finger abgeschnitten wurden, weil sie roten Nagellack trugen.

In die Luft gesprengt werden, weil sie als Mädchen in der Schule sitzen.

Frauen arbeiteten in Büros und Agenturen- welch ein Schritt!

Was für ein langer, blutiger Kampf.

Gestern hatten wir bei der Arbeit eine Besprechung und saßen zusammen, um einem Klienten den Weg zu seiner Ausbildung zu ermöglichen.

Ich schaute mich um, dachte an die Bilder der letzten Tage aus Afghanistan und schämte mich ein bisschen.

Dafür, wie gut es mir geht. Dafür, dass ich hier im Warmen sitze. Auch ich habe meine Sorgen und Ängste, jedoch ohne akute Angst um mein Leben.

Ich sehe auf den Bildern und Videos der Flucht überwiegend Männer.

Warum ist das so frage ich mich? Und wo sind die Frauen und Kinder?

Ist es immer noch so, dass ein Frauenleben nichts wert ist?

Liegt es daran, dass man dort nicht wirklich aus Liebe heiratet und der andere einem in so einer Situation einfach nicht so wichtig ist, wenn es um das eigene Leben geht?

Liegt es daran, dass MAL WIEDER die Frauen kämpfen uns sich opfern?

Vielleicht auch, weil es ja sonst keiner tut und sie es seit Jahrzehnten nicht anders kennen?

Es beschäftigt mich, die Fragen lassen mich nicht los.

Wenn Afghanistan jetzt wieder am gleichen Punkt wie vor 20 Jahren ist, war dann alles umsonst?

War die ganze Mühe es nicht wert, die vielen Menschenleben, die es kostete?

War alles vergeblich, wenn jetzt die Frauengesichter auf den Werbeanzeigen der Stadt übermalt werden?

Wieder haben sie kein Gesicht! Sind ungesehen. Tauchen ab. Müssen sich verstecken unter ihrem Niqab.

Oder sterben.

Dürfen keinen Schritt aus dem Haus machen, so ganz ohne Mann neben sich.

Ich möchte mir nicht anmaßen nachempfinden zu können, wenn der Aufruf der Taliban kommt, alle Mädchen ab 15 Jahren an sie rauszugeben.

Ich wusste zum Beispiel lange nicht, dass Frauen keinen Namen auf ihren Dokumenten stehen haben. Nicht mal auf ihrem Grabstein durfte ihr Name bis 2020 stehen. Sie waren nur: Tochter von und dann der Name des Vaters.

Dann Frau von und dann der Name des Gatten.

Später dann Mutter von und der Name des Sohnes!

Frauen hatten erreicht, dass jetzt auch zB. der Name der Mutter dazugeschrieben werden durfte.

Frauen in Afghanistan, es war nicht alles umsonst. Denn ich hier in Deutschland, in meiner Besprechung und in Sicherheit. Ich habe euch gesehen!

Schwimmkurs

Seit ich Kinder habe, macht das Element Wasser Angst.

Viele meiner Alpträume hatten damit zu tun, dass eins meiner Kinder nicht mehr auf der Wasseroberfläche zu sehen war.

Der Grosse lernte mit 4  3/4 im Thailandurlaub schwimmen.

Damals war er bereits im Geräteturnen und ich schiebe es auf seine unglaubliche Körperspannung, Kraft und Koordination, die das in dem Alter zuließ.

Unser Zwerg ist im Juni 6 geworden und vor 2 Wochen konnte er keine 2 Schwimmzüge ohne Hilfsmittel schaffen.

Ein ganzes Jahr lang hat er aufgrund von Corona kein Wasser gesehen, das höher als bis zu seinem Knie ging. Sein Schwimmkurs, zu dem er damals angemeldet war, fiel aufgrund der Schliessungen aus.

Mit mir wollte er überhaupt nicht üben, als es dann wieder ging.

Wir waren diesen Sommer häufig schwimmen, hauptsächlich wegen ihm. Er sprang aber lieber im Babybecken herum und tobte mit seinen Freunden.

Sein Bruder schämte sich wegen der Schwimmflügel und war fassungslos, dass man mit 6 immer noch nicht schwimmen kann.

Spontan entschied ich mich für ein Ferienangebot: in 2 Wochen zehn mal 60 min pro Tag. Wir hatten nichts Bestimmtes vor, am Nachmittag konnte ich trotz Arbeit die Uhrzeit gut schaffen.

Wer weiss, was im September wieder ist, wie es aufgrund von Corona läuft und das dann nach der Schule, die sicher eindrucksvoll genug wird.

Jetzt oder nie!

Jeden Tag Schwimmkurs, nichts vergessen können bis zum nächsten Mal, einmal richtig durchziehen.

Einen Tag vor dem Kurs waren wir mit seinem besten Freund im Hallenbad verabredet. Dieser kann bereits schwimmen und tauchen. Nach einigen Stunden war es meinem Sohn wohl peinlich und er hatte genug:

„Mama, mach mir die Schwimmflügel ab, ich schwimm jetzt so!“

Er war bereit!

Mit ein bisschen Ansporn vom Freund und ein paar hilfreichen Tipps schaffte er voll motiviert aus dem Nichts vier Züge. Dann zehn. Dann vierzehn. Nicht sauber, ohne besondere Technik. Er kam irgendwie an den Beckenrand ohne unterzugehen und wir alle freuten uns mit ihm.

Der Schwimmkurs begann, es war Montag.

Wir trafen uns 16 Uhr und ich weiss, dass Neues ihm zu Beginn Angst macht.

Er war völlig erschlagen von den ganzen Eindrücken. Unbekannte Kinder, unbekannte Eltern, unbekannte Schwimmhalle und Schwimmlehrer.

Wir Eltern mussten uns nach der Umkleide von den Kindern trennen, in die Dusche ging es mit den Schwimmlehrern.

Mein Sohn hasst duschen. Vor allem duschen mit Kopf. Es ist noch nicht lange her, dass er währenddessen nicht mehr schreit und sich an mir festkrallt, oder breitbeinig am Wannenrand abstösst.

Ich wusste, es ist eine grosse Herausforderung für ihn, lächelte aber und war positiv. Ich glaubte an ihn. Und schließlich wächst man an seinen Herausforderungen. Manchmal geht es mit Fremden ja auch viel besser als mit der Mama.

Der grosse Bruder und ich gingen so lang in die Stadt und er war sich sicher:

„Er wird heute untergehen!“

Er hat ihm bereits einmal das Leben gerettet, als im Kretaurlaub ein Mädchen hinter ihm auf einer Luftmatratze rutschte und er unter diese geriet.

Er hatte Schwimmflügel an und es war im Babybecken. Ich war gerade an der Liege angekommen, um mir mein durch Sonnencreme brennendes Auge abzuwischen, als ich das Schreien hörte:

„Beeene!“ Er zog ihn unter der Matratze hervor und wir alle standen noch lange unter Schock.

In dieser Nacht wachte der Grosse schreiend aus seinem Alptraum auf und schrie den schlafenden Bruder an:

„Mann, Bene, ich dachte du bist tot!“

Ja, wir haben Angst um ihn. Und ja, es wird Zeit, dass er schwimmen lernt.

Die erste Stunde war vorbei und ich holte ihn nach dem Duschen ab. Zunächst sah ich ihn nicht, vor mir waren andere Mamas und vor ihm andere Kinder. 

Er schrie in der Umkleidekabine:

„Ich will da nie, nie, nie mehr hin!“

Was war passiert?

Sie sollten alle am Beckenrand stehen und ins Tiefe springen. Ohne Schwimmhilfe. Als Nichtschwimmer. „Mit Kopf unter!“

Er habe gesagt, dass er das nicht will und die eine Schwimmlehrerin habe gesagt, dass er aber müsse.

„Ich dachte ich komm nicht mehr hoch“, schrie er empört und betonte mehrfach, dass er da nicht mehr hin will.

Ausserdem habe er mich nicht gesehen und dachte, ich sei nicht zum Sbholen da. Er habe sogar ein bisschen geweint.

Sein Bruder zog die Augenbrauen hoch und sah mich besorgt und ratlos an. Ich lächelte zuversichtlich. Gut ging es mir jedoch auch nicht damit.

Ich grübelte hin und her, was für ihn und uns das Beste sei.

Ihn abmelden, dann kann sie den Platz noch vergeben. Schwimmen lernen soll ja nicht durch Zwang passieren, sondern auch ein bisschen Spass machen.

Jedoch fühlte es sich nicht gut an. Ihn mit diesem Gefühl zurückzulassen. Das Ziel war ja schwimmen lernen und mit der Abmeldung würden wir uns von dem Ziel entfernen.

Ich fragte die Schwimmlehrerin um Rat. Was war richtig? Sie hatte Erfahrung.

Sie riet mir dringend davon ab und erzählte aus ihrer Erfahrung.

Es würde nicht mehr vorkommen, sie rede mit der Kollegin, die an dem Tag 15 Minuten übernommen hatte, da sie die nächste neue Gruppe in Empfang nahm.

Sie hatte keine Ahnung, was in dieser Zeit im Wasser gemacht wurde.

Sie selber lasse erst nach dem 5. Mal vom Beckenrand springen und kommuniziere immer, dass das für das „Seepferdchen“ nötig sei. Wer das aber nicht will, dem reiche sie die Hände so, dass er nicht ganz untergeht.

Der zweite Tag. Morgens erwähnte ich nebenbei den Schwimmkurs. Geschrei. Ich erzählte ihm, dass ich mit der Schwimmlehrerin telefoniert hatte und er nicht mehr vom Rand springen MUSS.

„Ich hab dir schon mal gesagt, dass ich da nicht mehr hinwill!“ Ich durfte nicht mehr darüber reden sagte er.

Nach meiner Arbeit ging ich zunächst heim, aß etwas und stimmte mich seelisch darauf ein.

Ich holte ihn so vom Kindergarten ab, dass wir noch ausreichend Zeit hatten, aber so, dass wir direkt zum Schwimmkurs fuhren.

„Was machen wir heute?“

Ich erinnerte ihn ganz selbstverständlich an seinen Kurs heute.

Ich versprach, die erste Mama zu sein, die ihn abholt und mich durchboxe, so, dass er mich gleich sieht, wenn er aus der Dusche kommt.

Nichts half. Nichts konnte ihn beruhigen. Er war ausser sich. Jammerte. Weinte. Schrie.

Er schnallte sich immerhin an und redete ab da kein Wort mehr mit mir.

Dort angekommen, wollte er nicht aussteigen. Ich bot ihm an, ihn huckepack zu tragen. Das war ihm peinlich.

Wenn ich die Autotür öffnete, rutschte er schnell lachend auf die andere Seite.

Nach drei Mal wollte ich dieses Spiel nicht mehr mitmachen.

Die anderen Mamas gingen bereits mit ihren Kindern rein und ich sagte, dass ich jetzt vorgehe. Und mir wünsche, dass er gleich nachkommt.

Er kam, was ich nicht erwartet hatte. Er weinte und kämpfte mit sich. Er tat mir so leid. Aber ich konnte das so nicht stehen lassen. Ich hatte mit der Schwimmlehrerin vereinbart, dass ich am Anfang ruhig mit rein dürfe. Das war mein Joker, half aber nicht.

Er wollte nicht in die Umkleide. Die Schwimmlehrerin kam zu ihm, sagte, dass heut nicht getaucht wird und er heute nur bei ihr in der Gruppe sei.

Er wendete sich immer wieder ab von ihr, verschränkte seine Arme bockig.

Ich war angespannt und schnappte ihn dann einfach. Er trat nach mir, weinte, schien verzweifelt.

Er riß am Mundschutz und verrutschte ihn über meine Augen.

Ich versuchte mit letzter Kraft ruhig ein Spiel draus zu machen und sagte, dass ich ihn dann eben blind umziehen und tastete mich an ihm entlang.

„Das Spiel ist blöd! Es reicht jetzt aber!“

Und ich erhob auch verzweifelt meine Simme:

„Und mir reicht es jetzt auch!“

Dann nahm ich ihn in den Arm und sagte:

„Wir schaffen das zusammen!“

Er liess sich umziehen und ging in die Dusche. Es ging ihm nicht gut damit. Wir trafen uns auf der anderen Seite und er saß ganz verloren wartend neben den anderen Kindern.

Ja, ich war die einzige Mama die da saß und mir war es so heiss!

Sobald er einen Fuss im Wassee hatte, strahlte er nur noch, sah immer wieder lächelnd zu mir und winkte fröhlich.

Das war es, was er von mir brauchte. Sicherheit.

Ein bekanntes Gesicht in all dem Fremden und Neuen. Es machte mich glücklich, dass ich das für ihn sein konnte. Nach ca 15 min verabschiedete ich mich bei ihm. Ich sagte ich schmelze gleich wie Olaf und müsse sofort hier raus.

Ich war die erste Mama beim Abholen und er kam mir gleich lachend in den Arm gesprungen.

Die Schwimmlehrerin habe gesagt:

„Schau mal, deine Mama schwitzt wie ein Schwein!“ Dann hätten sie gelacht und der Damm war gebrochen.

Ich war so erleichtert, dass es so ausging. So froh, dass er fröhlich war. So glücklich, dass ich den Kampf auf mich genommen habe und es durchgesetzt habe.

Morgen ist seine letzte Stunde und er freut sich drauf.

Ob er sein Seepferdchen schafft, ist mir nicht wichtig.

Vorgestern durften wir 5 min zuschauen und ich sah, wie mein Sohn ins Tiefe sprang und ganz alleine zum nächsten Beckenrand schwamm. Er war so stolz! Und ich noch stolzer. Ich konnte es nicht fassen.

Wieder mal viel gelernt. Fürs Leben!

Kinder allein zu Hause

Als mein Ex-Mann mir mitteilte, dass er ein paar Wochen ausfällt, weil er weg sei, war mein Dienstplan für August längst fest.

Mein Arbeitswochenende stand ebenso fest. Es ist immer das Wochenende, wenn die Jungs beim Papa sind.

Was also tun?

Beide flehten mich an, dass sie alleine daheim bleiben dürfen.

Sie hatten keinerlei Bedenken und der Grosse (10) erzählte dem Zwerg (6) wie cool es alleine zu Hause sei.

Ich war nicht so überzeugt, jedoch wollte ich es wagen und ihnen gönnen.

Wenn ich einkaufen gehe und sie keine Lust haben mitzugeben, dann sind sie auch alleine daheim und geniessen das sehr.

Das hier war aber eine ganz andere Hausnummer, schließlich verlasse ich kurz nach 6 Uhr morgens das Haus und komme 14.30 Uhr zurück.

Am Freitag Abend backte ich Pfannkuchen, die sie sich mittags dann warm machen sollten.

Viel geschlafen habe ich nicht in der Nacht. Immer die gleichen Horrorszenarien gingen mir durch den Kopf: unser sehr hoher Balkon, Schnittwunden, weil einer auf die Idee kommt Gemüse zu schnippeln und der Wasserkocher.

Am Samstag war der Grosse mit mir zusammen wach, machte es sich schon mal auf der Couch gemütlich und lächelte erwartungsvoll.

Ich gab ihm letzte Instruktionen, verbot alles was mit dem Wasserkocher, dem Balkon und scharfen Messern zu tun hat.

Ich zerriss heimlich meinen Zettel auf den Pfannkuchen, auf dem stand, dass die Alufolie nicht mit in die Mikrowelle darf.  Genau das war Teil seiner Aufzählung, als er alles runterratterte und mir bewies, dass er  echt gross geworden ist.

Also gut, ich schaute mich um, hoffte, dass alles gut geht.

Ich war nervös bei der Arbeit, lenkte mich ab.

Das erste Mal rief ich gegen 9 Uhr daheim an. Ja, kleiner Bruder ist jetzt wach, alles gut.

Später rief er mich an, weil er fragen wollte, ob sie einen Film ab 12 anschauen dürfen.

Halb eins, eine Stunde vor unserer Übergabe, klang er etwas verzweifelt und überfordert:

„Mama, das wird mir jetzt langsam doch ein bisschen zu viel mit dem. Er hört einfach null. Macht sich einfach nen zweiten Kaba und wenn ich was sag, macht er es einfach trotzdem.“

Ich bitte ihn darum, den Hörer weiterzugeben, jedoch will Zwerg nicht reden. Er bockt. Ich versuche zu beruhigen und zu beschwichtigen, bin froh, dass ich bald gehen kann.

Ich spüre, dass es Zeit wird und als die Kollegin vom Spätdienst kommt, nehme ich eine halbe Minusstunde und gehe.

Daheim angekommen, küsse ich erst mal beide und bin erleichtert, dass sie einfach nur auf der Couch sitzen und fernsehen. Ich bitte darum, dass alle Medien ausgemacht werden.

Beide sind noch im Schlafanzug. Ich fordere sie auf sich anzuziehen, Zähne zu putzen, sich zu waschen.

Durchatmen.

Auf dem Boden in der Küche finde ich einen Klecks Nutella, den Zwerg wohl nicht aufwischen wollte und mache das. Ich räume Geschirr in die Spülmaschine und freue mich über den halben Pfannkuchen, den sie nicht geschafft haben. Ich habe Hunger.

Beide sind aufgedreht und voller Energie. Es regnet.  Ich bin müde. Ich will nicht rausgehen, obwohl ich weiss, es wäre nötig. Den Tag bekommen wir rum denke ich und versuche ganz ruhig zu bleiben.

Der Grosse hat so Lust auf Käsekuchen und verspricht, alles gaaaanz allein zu machen. Ja, das tat er. Ich musste nur die Küche aufräumen. Das zweite Mal.

Währenddessen schlug ich vor, dass sie mit Wasserfarben malen können. Ich hasse zwar das Chaos auf dem Tisch und die Sauerei danach, konnte aber einfach mit meinem Kaffee ruhig sitzen und zuschauen.

Danach ein bisschen Karten spielen und alte Fotos rauskramen.

Der Tag war lang, ich war kaputt. Müde, erschöpft.

Ich kochte noch für heute vor: Reis mit Hähnchen. Den Reis wollten beide abends schon essen und somit blieb nur wenig übrig.

Aber satte Kinder schlafen lang und gut dachte ich.

Vorm Einschlafen redete ich noch mit dem Grossen, sagte ihm, dass es egal ist, ob der Zwerg ein oder zwei Kaba trinkt. Dass es nicht seine Schuld ist, wenn er nicht auf ihn hört und Quatsch macht.

Dass ich ja weiss, wie stur er sein kann und wie verantwortungsbewusst er im Gegensatz dazu ist. Er soll es ihm durchgehen lassen und wenn ich mittags da bin, kläre ich es mit ihm.

Als ich heute das Haus verließ, schliefen beide noch.

Erst gegen 11 Uhr rief ich an. Heute sei alles viel besser. Ich war erleichtert und beruhigte ihn damit, dass der Zwerg das ja auch erst lernen muss. Es war Premiere und er hatte ja keine Ahnung, wie das so läuft, wenn man so lang alleine ist.

Dann kam wieder ein Anruf.

„Mama, ich ruf jetzt X an. Nicht, dass du dir Sorgen machst, falls du anrufst und ich geh nicht ran!“

Ich liebe ihn und dass er so gut mitdenkt. Er ist so eine grosse Hilfe. Ein toller Bruder und noch tollerer Sohn.

Kurz vor Feierabend dann der letzte Anruf. Der Zwerg hat den ganzen Kaba verschüttet und er glaubt, dass wir den Küchenteppich wegschmeißen müssen. Sie hätten mit 5 verschiedenen Putzmitteln geschrubbt und es werde immer schlimmer statt besser. Ich beruhigte.

Ich gab Gas, wollte nur noch heim.

Wir waren zum Schwimmen verabredet mit Freunden und wir freuten uns sehr.

Als ich zur Tür reinkam und beide erleichtert drückte, sagte der Grosse:

„Geh lieber nicht in die Küche!“

Er war überrascht, dass ich sagte, es sei mir heute egal. Sie sollen sich fertigmachen zum Schwimmen, denn ich wollte mich so richtig mit ihnen austoben.

Der Fleck, ja, er ist gross. Und ganz schön braun.

Ich sah aber die vielen, vielen Tücher im Müll und ahnte, wie bemüht sie waren, ihn zu beseitigen.

Der Käsekuchen war verputzt. Nur Krümel wiesen darauf hin, dass es ihn jemals gab.

Ich schaue in die Schüsseln und sehe, dass Reis und Hähnchen unberührt sind.

„Habt ihr keinen Reis gegessen?“

„Was für Reis?“

Warum stand ich eigentlich abends noch müde in der Küche und habe vorgekocht? Heute war mir alles egal.

Beide waren gesund, ohne Verletzungen, kein Kampf, keine Tränen.

Die Anspannung ließ nur langsam nach. Es war kein tolles Gefühl. Und ein absoluter Notfall.

Wieder ein höheres Level im Spiel des Lebens.

Wieder ein weiterer Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

Ich bin unheimlich stolz und sehr erleichtert, dass es im äußersten Notfall möglich wäre und zu wissen, dass das worst case ein Kabafleck im Teppich ist.

Reden hilft. Immer!

Mein grosser Sohn ist 10 und gestern hat es bei uns geknallt.

Wir sind noch nicht so ganz in den Ferien angekommen und haben verschiedene Meinungen darüber, wie Ferien ablaufen.

Er will abhängen. Sich nicht viel bewegen, viel am Tablet spielen. Am liebsten jeden Tag mindestens einen Freund treffen und bis tief in die Nacht wach sein.

Bei mir gibt es viele Freiheiten, aber bei seinen Wünschen gehe ich nicht mit.

Meine Freiheiten sind :

Schnapp dir dein Rad und fahr los, verabrede dich draußen mit einem Freund, lies ein Buch, oder Comics. Lern was Neues, mach Puzzle, löse Rätsel, zeichne und male, schreib einen Brief, geh in die Bücherei, skate, spring im Trampolin, geh in den Garten und beobachte die Natur, fahr Inliner. Lieg auf der Wiese rum und beobachte Wolken.

Es herrschte Redebedarf.

Es fühlt sich an, als lebe er nur von Tabletzeit zu Tabletzeit und ich bin so genervt davon.

Von der Frage „Wann?“  „Wie lange?“

Wo ist mein Turnerkind geblieben? Das, das immer in Bewegung ist und nicht still sitzen kann.

Das, das sein Reck und den Barren vermisst, wenn Sommerpause ist.

Wir unternehmen viel und sind viel draußen. Aber sobald wir zu Hause sind, dreht sich alles nur um Medienzeit und die Diskussion darum.

Jetzt ist es besonders schwer, denn viele bekommen jetzt ihr erstes Handy zur weiterführenden Schule und haben das angekündigt. Meiner nicht, ich bin dagegen. Noch habe ich nicht das Gefühl, dass er bereit dafür ist.

Mir graut es vor NOCH MEHR Diskussion.

Heute waren wir nur zu zweit, der kleine Bruder war im Kindergarten.

Ich zwang ihn mit mir raus zu gehen. Er wollte nicht und wenn, dann auf keinen Fall in die Weinberge, sondern ins Städtle.

Ich brauchte Ruhe, wenig Reize, keine Menschen, kein Sitzen auf einem Spielplatz.

Er bestand darauf, seinen Roller mitzunehmen und dass wir nicht so viele Berge laufen.

Ich atmete tief ein und aus, erhöhte das Tempo.

Er war sauer. Ich war sauer. Immer diese endlosen Diskussionen! Es nervt  mich so. Andererseits wäre ich auch äußerst besorgt, sollte es nicht so sein.

Stur, immer mit dem Kopf durch die Wand, immer seinen Willen durchsetzen- von wem hat er das bloß?!?

Es dauerte eine Weile und ich lief wortlos und schnellen Schrittes. Er rollte bockig einige Meter hinter mir her. Heute hielt ich das gut aus.

Irgendwann hörte ich sein:

“ Weisst du Mama…?“

Oh, seine Wut scheint weniger zu werden, jetzt ist er zugänglich, das spürte ich.

Wir kamen ins Gespräch, die Sätze waren kurz. Es wurde lauter. Wir waren ernst. Er schrie mir seine Meinung dazu entgegen. Und ich ihm meine.

Wir erfuhren viel übereinander, das wir noch nicht wussten. Ich ahnte nicht, dass gewisse Dinge bei ihm SO ankamen.

Er hatte keine Ahnung, warum die Sitution für mich so unerträglich war.

Er ließ alles raus und es flossen Tränen. Manches war neu für mich. Ich konnte ihn jetzt besser verstehen. Wusste wieder, was in ihm vorging.

Was ihn beschäftigt, was ihn besorgt, was ihn verletzt.

Wir kamen uns wieder näher.

Ich durfte ihn auf dem Roller anschieben. Er genoss es nichts tun zu müssen und den Gegenwind.

Ich spürte grosse Erleichterung. Wir lagen zusammen in der Nestschaukel und redeten. Wir stellten fest, dass wir uns vermissen. Dass wir genau sowas brauchen. Nur er und ich. Nicht zu Hause, sondern aktiv.

Er lächelte und sagte:

„Irgendwie tat unsere Besprechung richtig gut!“

Reden hilft. Immer!

Umgänge, oder: Ich bin dann mal weg…

Die Umgänge sind bei uns fester Bestandteil.

In der Regel alle 14 Tage werden die Taschen gepackt und das Nötigste zum Anziehen rausgesucht.

Die Kinder freuen sich drauf und meistens sagt der Grosse:

„Mann, irgendwie kam mir das diesmal voll lang vor“.

Ja, es ist auch lang.

Eine kleine Pause von den Kindern tut hin und wieder gut, aber sie regelmäßig 12 Tage nicht sehen-

undenkbar!

Wenn es klingelt, springen beide auf und streiten, wer die Tür zuerst öffnet.

Sie springen ihm in die Arme und oft fragt er:

“ Sag mal, bist du gewachsen? Du kommst mir grad so gross vor!“

Was hier die Woche über los war, weswegen Türen geknallt wurden und Tränen geflossen sind, bekommt er nicht mit.

Welche Bücher wir lesen, mit welchen Freunden sie sich treffen, über was wir vor dem Einschlafen so reden und was die Kinder bewegt-

er hat keine Ahnung!

Was in der Schule los war, für was für Arbeiten gelernt wurde, um was es im letzten Alptraum ging, der uns danach lange wachhielt-

er kann es nicht erahnen.

Manchmal wirkt er angespannt und gestresst, wenn er sie abholt, so wie heute, nachdem es eine Vollsperrung auf der Autobahn gab.

Dann denk ich:

Geniess es doch mal und mach nicht so einen Stress! Sie konnten dich nicht erwarten!

Er war lange zuverlässig, da hatten wir schon ganz andere Zeiten.

Ich war gerade in der Frühschicht, schaute kurz auf mein Handy. Eine Nachricht von ihm und eigentlich wusste ich, dass ich mich gleich ärgern werde.

Ich wusste, ich sollte es jetzt besser nicht lesen, weil mein Puls steigt.

“ Das eine Wochenende kann ich nicht.“

Immerhin bat er mir zwei Alternativen als Ersatz an und das allein ist schon ungewöhnlich. Das ist neu.

Immerhin. Nett eigentlich. Kann ja mal vorkommen“, ging mir durch den Kopf.

“ Und vom 1. bis 20. 8 bin ich nicht da!“

Aha. Er ist also nicht da.

Die Kinder aber sind da.

So einfach ist das also? Er ist nicht da.

Ja, und jetzt?

Was wäre, wenn ich ihm schreiben würde:

nächste Woche bin ich von Montag bis Freitag nicht da.

Sicher würde sein Puls auch steigen und sein Verantwortungsgefühl wäre alarmiert.

Sicher würde er NICHT schreiben:

Ich regel das. Bring mir die Jungs vorbei, ich finde eine Lösung. Ich nehme mir frei, oder Urlaub, damit ich die beiden betreuen kann. Ich bringe sie zuverlässig in Kindergarten, Schule, zum Sport und schmiere ihre Pausenbrote.

Sicher wäre er etwas irritiert nach so einer Nachricht von mir und würde schreiben:

Ja und jetzt? Was hat das mit mir zu tun? Wenn DU nicht da bist, musst DU ja auch eine Lösung finden!

Er ist nicht da. Einfach nicht da. Nicht da sein ist wohl so einfach wie es zu schreiben:

ICH BIN NICHT DA!

Natürlich bin ich jetzt am Zug. Ich stelle ihm sicher nicht die Kinder vor der Tür ab und denke:

Dein Problem!

Vielleicht mache ich das mal, wenn die Kinder älter sind. Dann traue ich mich das vielleicht.

Diskutieren? Zwecklos!

Auf den Putz hauen? Energieverschwendung.

Traurig und wütend sein, dass es so einfach ist? Oh ja.

Wer die Kinder betreut an meinem Arbeitswochenende, wenn die Kinder eigentlich bei ihm sind, ihm egal.

Denn:

er ist nicht da.

Für mich bedeutet das 6 Wochen am Stück Mama sein.

24/7 -twenty-four-seven

Puh! Ich hab Respekt davor.

Wenigstens sind Ferien und es gibt keine Hausaufgaben. Vielleicht wird es gut. Vielleicht machen wir uns einfach eine gute Zeit!

Schade für die Kinder. Es wird ihnen lang vorkommen.

Ich werde es auffangen ( müssen).

Schade für ihn, denn wenn er sie wiedersieht, werden sie ihm wieder ein ganzes Stück grösser vorkommen.

Netzwerk aufbauen- so wichtig, aber nicht ganz einfach

Nach der Trennung waren meine Jungs gerade mal 5 Jahre und 10 Monate alt.

Da ich aufgrund der Situation meinen Job verlor, war ich erstmal zu Hause.

Nach einigen Monaten hatte ich Vorstellungsgespräche und am Vormittag war ich ja flexibel.

Inzwischen war der Zwerg nämlich in der Krippe eingewöhnt und der Grosse sowieso im Kindergarten.

Eine Bekannte sagte mir damals mal, ihr Sohn habe sie gefragt, warum der Zwerg in der Krippe sei, denn ich würde doch nicht arbeiten.

Ich habe sehr wohl gearbeitet, nur eben nicht für Geld.

Vor allem mein Kopf hat viel gearbeitet, gerne auch nachts, wenn es kurz 2 h ruhig war, bevor ich wieder stillte.

Harz 4 war nicht meine Welt und ich war es nicht gewöhnt mit so wenig Geld haushalten zu müssen.

Ich hatte Existenzängste, sie fraßen mich fast auf.

Dass er ein paar Stunden am Tag in der Krippe betreut wird, von Erziehern, die ich vom 1. Sohn gut kannte, machte es um so viel leichter.

Ich konnte in Ruhe Unterlagen raussuchen, beim Jobcenter sitzen, mit Anwälten Termine ausmachen, weinen und auch eben zu Bewerbungsgesprächen gehen.

Recht schnell hatte ich verschiedene Probearbeiten ausgemacht und meinen ersten Arbeitsvertrag als alleinerziehende Krankenschwester.

In der Probezeit von 6 Monaten fehlte ich 4 Tage, weil mein Sohn eine Mittelohrentzündung hatte.

Ein andes Mal hatte er eine Bronchitis und ich bat den Vater, meinen Ex-mann, das Kind zu betreuen. Hinsichtlich meiner Probezeit war er einverstanden.

Die nächsten Jahre wurden und wurden nicht einfacher.

Er sagte einfach Mitte der Woche das Wochenende ab.

Das Wochenende, an dem die Jungs bei ihm waren, war schon damals immer mein Arbeitswochenende.

Oder er teilte mit, dass er 4 Wochen Urlaub in Thailand macht.

Oder er versprach, die Jungs in den Ferien zu betreuen und machte einen Rückzieher.

Es war eine Katastrophe, für mich ein Weltuntergang und ein Fass ohne Boden.

1, 2 Wochenenden sprang meine Mama ein, um das abzufangen und damit ich arbeiten konnte.

Bei der Arbeit war ich immer ehrlich und habe es kommuniziert.

Damals dachte ich, dass ich damit besser fahre, als mich krank zu melden und zu lügen. Das kann ich nämlich gar nicht gut.

Immer wieder führte es zu Problemen am Arbeitsplatz und diese Tatsache, daß Hin und Her machte mich zu dem perfekten Opfer.

Es machte mich klein, schwach und abhängig, denn das war ich.

Ich litt wie ein Hund. Aber ich zog es durch und irgendwie ging es vorbei.

Die Kinder sind jetzt älter und die Zeit spielt mir zu. Wir sind ein paar Level weiter.

Mein jetzt 10 jähriger Sohn liebt es ganz alleine daheim zu sein in den Ferien. Einfach nur den halben Tag Fern zu schauen und sich selbst Instant-Asia-Suppen zu machen.

Ich nehme seit 2 Jahren nicht mehr Urlaub, wenn er Ferien hat, sondern nur in der Zeit, wenn beide Ferien haben.

Mein Kindergartenkind hat zum Glück nicht so viele Ferien, die es zum Kompensieren gilt.

Beide lasse ich erst seit Corona alleine zu Hause, wenn ich mal einkaufen gehe, oder zur Physio.

Das klappt gut und telefonisch bin ich immer erreichbar.

Da bin ich sehr stolz auf meinem grossen Sohn, er ist eine große Stütze und so ein verantwortungsvoller Kerl.

Bei Erste Hilfe Kursen, die als Krankenschwester nun mal Pflicht sind und meist am Nachmittag stattfinden, habe ich sie einfach mitgenommen.

Ebenso bei Brandschutzfortbildungen und sie haben so viel Wichtiges gelernt. Es war unangenehm und auch etwas stressig, aber ich hatte keine Wahl.

Wir haben immer ein Abenteuer daraus gemacht, sind dann zum Beispiel im Dunkeln mit Taschenlampen zum Auto gelaufen und haben uns gegruselt.

Ihnen wurden Süßigkeiten zugesteckt, sie durften an mir Kopfverbände üben, oder waren fasziniert vom Defibrillator.

In den Ferien waren sie oft mit im Seniorenheim. So hatten alle was davon.

Mein Arbeitgeber meine Arbeitskraft, weil ich nicht Urlaub nehmen musste. Und ich fand es schön die Kinder um mich zu haben beim Arbeiten und dass sie mich in Aktion erleben konnten.

Sie haben fürs Leben gelernt und alle kannten meine Situation. Dass ich eben Alleinerziehend bin und keinen habe, der die Kinder betreut.

Seit einem Jahr etwa ( Danke Corona) fliegen mir Engel zu.

Jemand da oben meint es gut mit mir, meine Stossgebete wurden erhört.

Als mein Exmann dieses Jahr im Kreißsaal war und seinen 3. Sohn bekam, konnten meine Jungs bei meiner Cousine übernachten. Für den Zwerg war es eine Premiere.

Er hatte noch nie bei jemanden übernachtet, ausser Papa, Oma, oder eben wo anders, aber mit mir.

Ich traute es beiden zu, sie waren ganz aufgeregt und es klappte super.

Dann hatte ich wieder 1. Hilfe Fortbildung, diesmal mit Corona und die Kinder konnten nicht mit.

Da war diese tolle Mama eines Schulfreundes, bei dem er ein und aus geht und sich heimisch fühlt.

Sie hat selber 2 Jungs und war früher Tagesmutter.

Sie wanderten mit Walkie Talkies, fütterten ihre Ziegen und aßen am Abend Waffeln.

Abends bekam ich sie heimgebracht und hatte sogar noch Zeit für mich.

Als es mit dem Testen im Kindergarten losging, konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden und ich habe hin und her überlegt, wie ich dem entgehen kann.

Ich fragte genau diese Mama, ob sie meine Jungs an dem Tag betreuen kann. Es war nur dieser eine Arbeitstag, der abgedeckt werden musste.

Danach waren sie bei Papa, dann waren 2 Wochen Ferien. Und wer weiss, was dann wieder war!

Sie hatte an dem Tag frei und sagte sofort zu. „Gar kein Problem!“

Geregelt haben wir es folgendermaßen: ich verließ morgens das Haus wie immer. Die Kinder waren bereits wach. Sie hatten die Aufgabe sich anzuziehen, zu waschen und Zähne zu putzen, durften dann TV schauen.

Punkt 9 Uhr holte die andere Mama sie von uns zu Hause ab und erzählte mir später, dass beide bereits gestriegelt und fröhlich vor der Tür draußen warteten.

Es klappte super und ich kann mich auf sie verlassen!

Der Vorteil ist, daß sie sich gegenseitig haben.

Der Nachteil ist, dass es schwieriger ist, zwei wilde Kerle unterzubringen, als einen, wenn der Notfall eintritt.

Dann kam eins zum anderen.

Meine gute Freundin bot mir an, jederzeit alles stehen und liegen zu lassen, sollte er mich hängen lassen. Die Jungs seien bei ihr immer willkommen.

Mit Jungs kennt sie sich gut aus, denn sie hat selber zwei und ist ne tolle Mama.

Ich vertraue ihr zu 100% und es ist ein schönes Gefühl zu wissen, sie würde mich nicht hängen lassen.

Im Kindergarten meines Sohnes war plötzlich dieses neue Kind, von dem er mir erzählte.

Zufällig trafen wir ihn inklusive Mama auf dem Spielplatz und nachdem mein Kind schrie:

„Schau mal Mama, das ist der neue Junge im Kindi“, kamen beide rüber und stellten sich vor.

Ich war begeistert von der offenen Art, dem freundlichen Lächeln und diese Mama waren mir sofort sympathisch.

Es blieb beim small talk und sie ging mir nicht aus dem Kopf. Ich wollte so gern mehr über sie wissen, erinnerte mich aber nur an den Vornamen.

Zwei Tage später trafen wir uns wieder dort, zufällig. Dann viele Tage am Stück, nicht mehr zufällig.

Wir hatten so viele Gemeinsamkeiten und uns so viel zu erzählen!

Sie war auch alleine mit ihrem Sohn, hatte auch Haus und Ehemann hinter sich gelassen und kämpfte.

Wir haben gepicknickt, gegrillt, waren baden, machen Ausflüge zusammen. Es ist schön!

Wir können uns austauschen und gegenseitig unterstützen.

Von meinen Freundinnen ist keine alleinerziehend und es ist ein grosser Unterschied!

Ich möchte sie nicht missen! Wir wohnen ganz nah beieinander, klingeln spontan und fragen, ob sie mit uns einen Regenspaziergang machen.

Sie kocht Marmelade und denkt dabei auch an uns.

Beim grossen Sohn kam mit einigen Schwierigkeiten auch dieser neue Junge in die 4. Klasse dazu.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2748540662104175&id=100008448046269

Seine Mama ist so lieb, wir haben regen Kontakt und tauschen uns aus. Auch sie hat zwei Jungs und war bis vor kurzem Tagesmutter.

Jetzt gerade nimmt sie sich eine Auszeit. Im Notfall würde auch sie mir immer helfen und die Kinder betreuen.

Sie ist sehr liebevoll, herzlich und ihre Schwägerin, die mit im Haus gewohnt hat, war auch lange alleinerziehend. Damit kennt sie sich gut aus!

Plötzlich gibt es so viele Möglichkeiten und trotzdem halte ich immer noch die Luft an, wenn mein Ex-Mann ein Wochenende absagt.

Dann atme ich tief durch, lächle und weiss, ich werde eine GUTE Lösung finden.

Ich bin frei, ich bin unabhängig. Er kann mir nichts mehr! Ich bin in Sicherheit. Umgeben von Wohlgesonnenheit und Liebe!

Danke Universum!

* Karma, ich glaub an dich!

HSP- Hochsensibilität in meinem Leben

Ja, ja, inzwischen denkt ja fast jeder, dass er ein HSP- ler (Highly Sensitive Person) ist und es ist totaaaaal „in“, sich als solcher zu bezeichnen.

So selten ist es allerdings gar nicht und es wird ja auch unterschieden zwischen:

30% niedrig sensibel

40% mittel sensibel

30% hoch sensibel

Wo genau ich reinpasse, es ist mir egal.

Schon sehr früh zeichnete sich bei mir ab, dass ich „anders“ bin.

Oft fühlte ich mich nicht dazugehörig und je mehr Menschen um mich waren, desto mehr sehnte ich mich nach Ruhe.

Je lauter sie waren, desto leiser wurde ich und versank in meinen eigenen Gedanken.

Das Gefühl sich alleine zu fühlen, obwohl viele um einen herum sind, das hatte ich sehr oft.

Heute weiss ich, dass es oft daran lag, dass es nicht MEINE Leute waren und ich mich deshalb so fühlte.

Schon ganz früh wusste ich, dass ich Krankenschwester werden will. Nichts anderes kam in Frage.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Station nach der Ausbildung.

Ich hatte vor meinem Spätdienst so ein GEFÜHL.

Ich kam zur Übergabe und fragte direkt: „Ist heute vielleicht jemand verstorben?“

Es gab keinerlei Hinweise dafür, wir hatten zu der Zeit niemanden unter den Patienten, der im Sterben lag.

Meine Kollegin schaute mich erschrocken an und sagte:

„Ja, tatsächlich. Vor einer halben Stunde ist Fr. X gestorben.“

Woher ich das wusste? Ich wusste es nicht, ich konnte es nicht wissen.

Ich habe nur so ein Gefühl gehabt und dass ich in dem Moment diese Frage stellte, überraschte mich selber am meisten. Es war nicht so, dass ich mit dem Gedanken bereits zur Schicht kam an diesem Tag.

Hochsensibilität nervt manchmal ganz schön!

Zum Beispiel, wenn man immer weinen muss. Weil man gerührt ist von einem Film, einem Buch, einem kleinen Ausschnitt, Trailer, einem Lied mit treffendem Text…Gänsehaut.

Gestern zum Beispiel habe ich ein Video von einer Zwillingsgeburt gesehen. Die Eltern waren im Kreißsaal und bekamen ihre viel zu früh geborenen toten Zwillinge in den Arm gelegt.

Sie wurden tagelang in ihrer Trauer begleitet, die Schwester durfte sie kennenlernen, küssen und halten.

Die Omas kamen zum Halten, Kennenlernen und gleichzeitigen Verabschieden.

Ich habe so sehr geweint. Sowas macht mich so derart fertig, weil ich es FÜHLE, obwohl es mit mir und meinem Leben rein gar nichts zu tun hat.

Mich beschäftigen oft Situationen, die eigentlich total belanglos sind noch ewig lang.

Ich denke darüber nach, wer was gesagt hat, in welchem Ton, wie mein Gegenüber mich dabei angeschaut hat.

Ich weiss genau, ob jemand es gut mit mir meint, oder nur so tut.

Spüre ich im Gespräch, dass wir gar nicht einer Meinung sind, nicht die gleiche Empfindung haben, er mich belächelt, nicht ernst nimmt usw, auch ohne es zu sagen, ziehe ich mich sofort innerlich in mein Schneckenhaus zurück.

Ich fühle mich unwohl und Unsicherheit macht sich breit. Es liegt auch nicht daran, dass wir vielleicht verschiedene Ansichten haben, das halte ich gut aus. Es ist einfach ein Gefühl.

Ewig dachte ich, dass ich extrovertiert bin. Heute weiss ich, das ist nicht wahr. Ich bin gern mit mir allein. Ich habe gern Ruhe. Ich habe nicht das Bedürftnis mich ständig mit jemanden zu treffen, nur um nicht alleine zu sein.

Inzwischen weiss ich, dass das schlimmste Gefühl für mich ist, wenn viele Menschen um mich sind und es aber nicht MEINE Leute sind. Einsamer habe ich mich noch nie gefühlt.

Mein Bauchgefühl ist sehr stark, meldet sich sehr schnell und zuverlässig. Das hat nichts damit zu tun, dass ich immer darauf gehört habe. Hätte ich bloss! Dann wäre mir einiges erspart geblieben.

Ich verbringe meine Zeit am liebsten mit nur einer Person! Dann aber dafür mit tiefen Gesprächen. Kein smalltalk, darin bin ich schlecht und habe auch kein Interesse daran.

Ich wähle sehr weise aus, wen ich in mein Leben lasse. Qualität vor Quantität. Es sind immer Menschen auf einer Mission, mit denen ich meine Freizeit verbringe.

Die Missionen können sich unterscheiden und müssen nicht direkt mit meinen identisch sein, jedoch kreuzen sich unsere Wege irgendwo.

Die Spuren, die wir hinterlassen wollen, die Welt, wie wir sie verändern wollen, ist die gleiche.

Wenn ich jemanden neu kennenlerne, weiss ich innerhalb von Minuten, ob wir auf der gleichen „Sequenz“ senden und finde es dann spannend herauszufinden, warum und wieso diese Person in mein Leben trat.

„Ach, sieh an! Interessant!“

Dass meine Jungs auch jeder eine Handvoll davon abbekommen haben, ist für mich selbsterklärend.

Schon in der Vorschule erzählte mir die damalige Erzieherin meines grossen Sohnes, jetzt 10, dass er sofort spüre, wie sie so drauf sei und ob es ihr gut oder schlecht geht.

Wenn sie selber nicht ganz bei der Sache sei, klappe es bei ihm mit dem Falten zum Beispiel auch nicht so gut wie sonst immer.

Er ist sehr schmerzempfindlich und ein Denker. Er will abends noch viel reden beim ins Bett bringen und ich erkenne meine komplizierten Gedankengänge in ihm. Er achtet auch auf alles Drumherum, was er wahrgenommen hat, was für andere gar nicht ersichtlich war.

Schon als Kleinkind im Alter von etwa 5 sagte er einmal:

„Weisst du Mama, manchmal denke ich, ich bin verwandelt oder so. Vielleicht so wie der Weihnachtsmann. Der kann ja auch durch Wände sehen und Gedanken lesen!“

Mein Sohn, ich verstehe dich!

Wenn er vom Papa-Wochende zurückkommt, bemerkt er die kleinste Veränderung sofort. Ob ich neue Deko gekauft habe, eine Kleinigkeit umgestellt, oder was auch immer.

Der Kleine, jetzt 6, ist sehr mit Tieren verbunden, wir nennen ihn deshalb Yakari. Es ist Wahnsinn, wie Tiere auf ihn reagieren und was er so mit ihnen schafft.

Er ist empfindlich mit der Kleidung. Alles ist „zu eeeeeng“, kratzt, fühlt sich komisch an. Es ist eine Herausforderung bis er angezogen ist und kann dauern.

Er zieht keine Hosen mit Knöpfen an, keine Rollkragenpullis und aus allem muss das Etikett rausgeschnitten werden, weil es kratzt.

Er ist der, der sich an seinem Kindergeburtstag die Ohren zuhält und weint, weil es ihm viel zu laut ist, wie die Kinder gerade herumschreien vor Freude.

An die NEXT

Es ist mal wieder Papa-Wochenende und ich atme durch.

Ab und zu fällt es mir schwer meine Jungs herzugeben.

Manchmal, weil genau dann Badewetter ist und ich so viele Ideen für Unternehmungen in der Natur hätte.

Manchmal, weil die Kinder so zuckersüß sind und ich nicht auf sie verzichten will.

Manchmal aber auch, weil das schlechte Gewissen sich meldet, wenn die Tage zu lang waren, ich zu laut und ungeduldig. Der Stress mit den Schulaufgaben, dem Auswendiglernen, Vorbereiten.

Dann- endlich Wochenende und wir könnten es uns gemütlich machen.

Aber es ist Papa-Wochenende und ich habe nächste Woche wieder neue Chancen auf tolle Momente und viel Kuscheln.

Mein kleiner Sohn ist 6 geworden und so klein ist er jetzt gar nicht mehr stelle ich fest.

Alle 14 Tage teile ich meine, unsere Jungs auch mit dir.

Dann machst du ihnen Essen, erinnerst du sie ans Zähne putzen und daran, dass es Zeit fürs Bett wird.

Ich kann von Glück reden, denn sie mögen dich sehr.

Mein Sohn sagte von Anfang an, dass wir uns sehr ähnlich seien und ich bin mir sogar sicher, dass wir Vieles gemeinsam haben.

Ich habe dich noch nie gesehen, noch nie ein Wort mit dir gewechselt. Es gibt auch nichts zu besprechen. Du hältst dich im Hintergrund und manchmal wüsste ich gerne, was du über mich so denkst?!

Immer, wenn die Jungs abgeholt werden, warte ich auf die erlösende Nachricht, dass sie gut angekommen sind, damit ich mein Wochenende starten kann.

Diesmal kommt keine Nachricht, nur ein Foto.

Die Kinder sitzen mit deinem Kind am gedeckten Tisch. Mein kleines, grosses Geburtstagskind lächelt stolz in die Kamera. Auf dem Kopf hat er eine bunte Krone mit einer dicken, schwarzen 6 darauf.

Es gibt Torte und passende Servietten. Auf dem Tisch ist ein grosses Geschenk, liebevoll verpackt. Das warst ganz bestimmt auch du.

Du musst das alles nicht machen denke ich mir.

Ich habe dich noch nie gesehen, aber ich sehe so viel von dir. Du hinterlässt deine Spuren und für mich bist du nicht unsichtbar.

Danke!

Ps: Bitte bleib!

Ps: …und wenn nicht, vielleicht können wir dann Freundinnen sein und was Grosses starten?!?

Mein Herz weint

Gestern wurde mein Sohn 6 Jahre alt und heute wollten wir diese wilde Gartenparty feiern.

Er hatte 4 seiner Kindergartenkinder eingeladen und als ich ihn mittags abholte, war die Laune gut.

Sein Fach war voller Bilder von verschiedenen Kindern für ihn gemalt. Und Papierfliegern, von den Jungs.

Einer der späteren Gäste lächelte mich an und flüsterte: „Ich freu mich schon!“

Als es klingelte und endlich alle da waren, wurde Musik angemacht und wir haben alle im Wohnzimmer getanzt.

Fliegerlied, Macarena, Spongeboblieder, Jenny Depp (depp, depp)…für jeden was dabei. Alle waren ausgelassen, tanzten auf der Couch, auf dem Tisch oder auf dem Boden, das war super.

Es ist soooo herrlich leicht mit 6 jährigen Kindern zu tanzen, weil es ihnen einfach nur Freude bereitet und keiner darauf achtet, wie der andere tanzt.

Jeder ist mit sich selber beschäftigt und findet nichts „komisch“.

Da es widererwartend nicht regnete, verbrachten wir die meiste Zeit im Garten.

Trampolin, Hühner einfangen, rutschen, Wasserschlacht, Kirschen vom Baum pflücken uns essen, mit dem Hund der Nachbarin Tricks üben und Leckerlis geben.

Es gab Streit, es war laut, es gab Tränen und auch ein bisschen Blut.

Der Erste wollte lieber drinnen spielen, der 2. wollte die Musik viiiiiel lauter stellen, obwohl zwei andere sich schon die Ohren zuhielten.

Das 3. Kind setzte sich zu mir auf den Boden und bat mich, dass wir spazieren gehen.

Ich war etwas überrascht, denn meine Kinder sagen immer nur: „Nicht schon wiiiiieder spazieren gehen!“

Ich hakte nach, nachdem er es noch einmal wiederholte.

„Bitte, bitte, können wir ein bisschen in den Weinbergen spazieren gehen?“

Er senkte seinen Kopf und sagte, dass er noch nie spazieren gewesen sei.

“ Ich will spazieren gehen, weil ich mach das mit meiner Mama und meinem Papa nie.“

Heute haben wir es nicht geschafft. Aber ich habe mir fest vorgenommen, dass wir ihn zu unserem nächsten Spaziergang einladen werden.

Montag ist mein Lieblingstag

Heute ist Montag und somit mein Lieblingstag!

Da ich oft auch am Wochenende arbeite, habe ich montags oft frei. So wie heute.

Eine Woche voller Normalität liegt hinter uns.

Mein Kindergartenkind ist endlich wieder mit allen anderen Kindern dort, darf wieder weben, seine Schultüte planen und gestalten.

Mein Schulkind darf wieder in der Mensa essen, hat wieder Sport und Mittagsschule.

Ein weiteres Lernpaket hätte unsere Mutter- Kind- Beziehung nicht gut verkraftet.

Ohne dieses „homeschooling“ hatten wir eigentlich eine ziemlich gute Zeit, also in den Ferien.

Zu der Zeit war der Montag nicht unser Lieblingstag, denn montags wurden die Lernpakete abgeholt.

Er war von der Menge erschlagen, unmotiviert und hatte keine Motivation überhaupt zu beginnen.

Es war eine sehr anstrengende Zeit und wir beide haben viele Nerven verloren.

Immer dieser Zwiespalt:

Lass ich es ihm durchgehen und Neune gerade sein?

Oder kann ich erwarten, dass er „dieses Bisschen“ abarbeitet, wo er doch den ganzen Tag Zeit hat und nichts anderes ansteht?

Gerne hätte ich zwei Kleinkinder gehabt, mit denen ich einfach gleich morgens raus kann, einen Ausflug machen, Picknick im Freien, ohne diesen Druck im Hinterkopf.

Die letzte Woche hat mir gezeigt, wie sehr mein Schulkind darunter „gelitten“ hat, auch wenn es ihm auf den ersten Blick an nichts fehlte.

Die Freunde waren ihm das Wichtigste und die, die er sehen wollte, traf er häufig.

Was ich jedoch jetzt bemerke?

Mein Kind ist wieder so, wie ich ihn vor dieser Zeit in Erinnerung habe.

Er kommt gut gelaunt und ausgeglichen nach Hause. Er hat so viel zu erzählen und wir sind wieder mehr im Kontakt, reden viel mehr miteinander als die letzten Wochen.

Wir streiten nicht mehr, es gibt nur noch wenig Gründe.

Es ist Schule, bis abends sind wir draußen, oder im Freibad.

Es gibt Tage ohne Tablet oder Fernsehen und keinen stört es. Die ewigen Diskussionen ab morgens haben aufgehört.

Die Prioritäten sind wieder andere und es gibt wieder so viel zu tun! Die Tage sind gefüllt und die Sonne scheint.

Er setzt sich nach der Schule ganz selbstverständlich an seinen Schreibtisch, erledigt selbstständig und singend seine Hausaufgaben.

Er gibt Gas, weil er fertig werden will. Ich muss nicht motivieren und er braucht mich nicht. Ich höre dann irgendwann nur: „Fertig!“

So kenne ich ihn! So war unser Alltag vor Corona.

Heute habe ich frei.

Ich liege auf meinem Balkon in der Sonne, habe bereits eingekauft uns geniesse jetzt.

Ich habe frei und bin alleine!

Alleine beim Autofahren, beim Einkaufen, beim Ausräumen und beim Hausarbeit erledigen.

Meine freien Tage und unser Alltag haben mir so sehr gefehlt.

Endlich wieder Durchatmen.

Dinge von A-Z erledigen, ohne für eine Mahlzeit sorgen zu müssen, Duschen ohne Publikum und ohne reden zu müssen. 

Ruhe. Stille. Auch in meinem Kopf.

Ich kehre auch immer mehr zurück zu mir.

Ich will nicht alles zurück.

Gewisse Dinge werde ich anders handhaben.

Ich bin glücklich.