Was brauchen Familien wirklich?

Sunnybee lädt mit der Frage „Was brauchen Familien wirklich“ zur Blogparade ein.

Ich hab lange nachgedacht und kann nur für mich als alleinerziehende Mama von 2 Jungs sprechen. (8 und 4 Jahre alt)

1. Die Väter müssen viel mehr in die Pflicht genommen werden! Ich finde es immer wieder erschreckend, dass sie viele Rechte haben, aber null Pflichten.

Sie dürfen kurzfristig absagen, auch wenn die Mama arbeiten muss.

Sie dürfen keinen Unterhalt zahlen, zumindest kommen sie lange damit durch, ohne dass was passiert.

Sie müssen sich nicht an der Ferienbetreuung beteiligen.

Sie müssen nicht mit dem kranken Kind daheim bleiben.

Eigentlich müssen sie genau gar nichts!

Das ist eine Katastrophe! Denn die Kinder sind ja zu 50% auch ihr Anteil und den Teil kann man nicht abwählen.

Deutschland ist da wirklich lasch!!!! In anderen Ländern läuft das anders und ist gerecht verteilt.

2. Die Kinderbetreuung, vor allem in ländlichen Gegenden ist nicht ausreichend. Randzeiten sind nicht abgedeckt. Für mich als Krankenschwester immer wieder zum Nachteil und beruflich gesehen katastrophal.

Ich arbeite 50%, 5 h Arbeitszeit statt 7 h. Heisst, ich hätte mehr freie Tage, wenn ich 7 h arbeiten könnte, so wie die Kollegen.

In den Sommerferien ist der Kindi 3 Wochen zu, kein Plan B, keine Alternative!

Von der Arbeit aus dürfen wir aber nur 2 Wochen am Stück Urlaub nehmen. Vor allem in den Sommermonaten, wenn alle Urlaub haben ist da nichts zu machen.

3. Nach der Trennung kam diese Lawine. Ich hatte gefühlt 100 Baustellen, die ich angehen musste und es waren alles elementare Dinge, die geregelt werden mussten. Im Schlepptau 2 kleine Kinder.

Ich musste 3 mal beim Jugendamt anrufen und sagen:“ Hilfe, hilfe, grosse Not“, bevor ich endlich die Info bekam, dass es Leihomas gäbe.

Ich war entweder bei der Arbeit, oder mit 2 Kindern zusammen. Ich konnte nicht atmen, nichts in Ruhe vorbereiten, Ämtergange erledigen. Beide hingen an mir und ich dachte ich verliere den Verstand.

Es war eine grosse Überwindung dort anzurufen und nach Hilfe zu betteln. Das war in meinem Kopf nämlich ein Zeichen von Schwäche. Nicht zu funktionieren wie man soll, macht einen klein.

Im Hinterkopf immer der grausame Gedanke: wenn ich sage, dass mich das Ganze momentan sehr überfordert, dann nehmen Sie mir die Kinder weg.

Die Dame sagte mir klipp und klar, dass das Jugendamt nicht für meine Freizeitgestaltung zuständig sei. Das war hart! Ich wollte nicht feiern gehen. Oder Männer daten.

Sondern einfach mal die 100 Kopien fürs Jobcenter in Ruhe erledigen, damit wir endlich das Geld bekommen, um zu überleben.

4. Es braucht flexible Arbeitszeiten!

So, so sehr! So dringend!

Die Zeiten haben sich geändert, es gibt immer mehr Alleinerziehende.

Arbeitgeber passt euch an! Wir wollen arbeiten!!!!

Aber wir können nicht so, wie es immer gefordert wird.

Das ist ein Dilemma!

5. Die Bürokratie….Sie ist einfach so kompliziert und es ist so viel! Dass man am Boden ist und sowieso mit seinem Schicksal hadert, ist doch schlimm genug.

Aber diese ganzen Termine mit Jugendamt, Anwalt, Jobcenter, Bewerbungsgespräche usw….mit Kindern im Schlepptau….die Unterlagen raussuchen, die gefordert wurden, alles kopieren und schicken. Nach 3 Wochen nen Antwortbrief bekommen, hoffen, dass es der ersehnte Bescheid ist. Dann festzustellen, dass weitere Unterlagen gefordert werden. Hilfe! Es war so verrückt!

6. Dass die Kindergelderhöhung angerechnet wird find ich sowas von scheisse und absurd.

Es gibt 10 Euro mehr und die werden dem Papa an den Unterhalt angerechnet. Es kommt defacto nicht an wo es soll! Traurig und ein Armutszeugnis.

Ich denke das sind meine wichtigsten Punkte! Jetzt hab ich mich ganz schön in Rage geschrieben.🙄

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Ein Kommentar zu „Was brauchen Familien wirklich?

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