Sarah Zöllner hat wieder eine Blogparade zu oben genanntem Thema eröffnet und sofort habe ich etwas damit verbunden.
Danke liebe Sarah und here I am…
https://mutter-und-sohn.blog/2023/12/09/blogparade-alte-bekannte/
Es ist gute 7 Jahre her, aber das Gefühl ist noch präsent und prägend.
Ich inmitten eines riesen Gefühlschaos, einer Berg und Talfahrt, frisch getrennt, mit viel bösen Blut und schlechter bis gar keiner Kommunikation.
Frisch eingezogen in der kleinen Wohnung, raus aus dem 2 Jahre alten Einfamilienhaus.
Ganz alleine mit zwei Kindern, damals 5 und 1 Jahr alt.
Meine damalige Freundin war eine große Stütze und erklärte sich bereit mit mir und den Kindern ins Haus zu gehen. Wir wollten weitere Dinge wie Kinderkleidung abholen.
Ich konnte mir nicht vorstellen mit ihm alleine zu sein und fürchtete mich vor all dem, was gefühlstechnisch in der kurzen Zeit auf mich zukommen konnte.
Oben spielte er mit den Kindern.
Unten saßen die Freundin und ich auf dem Boden, sortierten Kleidung und zogen alle Schubladen auf, um zu schauen, was meins und was seins war.
Sie war wild am Machen, schmiss alles unsortiert in eine der Taschen.
Ich eher in mich gekehrt, tottraurig, hob immer wieder die kleinen Mützchen, Hosen und Bodys hoch und fragte mich:
„Wie konnte ich nur an diesen Punkt kommen!?“
Sie hob alles Mögliche hoch, fragte bei Unsicherheiten:
„Was ist damit?“
„Deins?“
„Willst du das mitnehmen?“
Ich sah im Augenwinkel, wie sie eine Uhr in unsere Tasche legte, die definitiv ganz klar als Männeruhr kenntlich war.
Die Sitizen Uhr vom Duty Free Flug nach Thailand.
Er kaufte damals diese Uhr, ich teures Parfum.
Ich sagte ihr, dass diese Uhr ihm gehöre und ihre Antwort war folgende:
„Hör auf zu spinnen! Die liegt hier rum und natürlich nimmst du sie mit. Du kannst sie verkaufen. Hör mir auf mit Moral und Anstand, überleg mal lieber, wie der dich behandelt hat!“
Ein müdes Lächeln meinerseits und die Uhr landete in der Tasche.
Wir lebten schon lange in unserer kleinen Wohnung und ich hatte die Uhr nie mehr gefunden.
Schon beim Auspacken damals fiel auf, dass die Uhr nicht dabei war.
Wir haben hin und herüberlegt. Wir konnten es uns nicht erklären.
Jahre später wollte ich mit meinen Jungs schwimmen gehen, es war schon die Zeit, in der Plastiktüten verpönt waren und ich hatte Mühe eine für die nassen Sachen danach zu finden.
Ich hatte eine Tüte gefunden, ganz hinten in einer Ecke des Küchenschrankes. In dieser Tüte waren noch mehr Tüten und in einer davon war einzeln eingerollt die Uhr von damals.
Ich starrte darauf und bekam einen Lachanfall. Ich schrie vor Freude und Erleichterung und konnte nicht aufhören zu lachen.
Diese Uhr zeigte mir Jahre später, wie viel weiter ich war als damals. Ich war wieder glücklich.
Die Jungs und ich waren ein gutes Team und fühlten uns in der Wohnung wohl.
Uns ging es finanziell soweit gut, ich hatte einen Job uns es reichte uns für Urlaube, ein Eis zwischendrin und mal ins Kino gehen.
Ich brauchte die Uhr jetzt nicht mehr. Zumindest war jetzt klar, dass ich sie nicht verkaufe, sondern sie einen ganz anderen Wert für mich hat.
Sie steht für Entwicklung.
Für:
„Die Zeit heilt keine Wunden, aber das Gefühl dazu verändert sich.“





























