Familienkonferenz

Nach dem Essen war es bei uns wieder der Fall.

Familienkonferenzen sind häufiger geworden in den letzten Monaten und mein Grosser sagt schon „Oh, oh“, sobald ich es ausspreche.

Heute hatte ich einfach nur das Bedürftnis mich bei meinen Jungs zu entschuldigen.

Dass ich dabei so sentimental werde und dass da dieser Kloß in meinem Hals ist, das war nicht geplant.

Ich wollte mich dafür entschuldigen, dass ich in letzter Zeit oft nicht die Mama sein kann, die ich gerne sein will.

Ich sagte ihnen, dass es nicht an ihnen liegt. Dass sie tolle Kinder sind, die besten, die ich mir vorstellen kann und dass ich sie über alles liebe.

Ich erklärte ihnen, dass ich an so Vieles denken muss, mich um so viel kümmern muss und versuche, individuelle Lösungen zum Thema Testpflicht in Schule und Kindergarten zu finden, so, dass es für uns alle gut ist.

Dass ich solange es irgendwie geht nach einem Ausweichplan suche und alles dafür gebe, sie bei ihrem Wunsch, nicht getestet zu werden, unterstütze.

Dass es mir leid tut, dass ich oft ungeduldig bin, schnell laut werde und meine Grenzen schneller erreicht sind wie früher.

Dass mir die Zeit alleine fehlt, zum Nachdenken, Organisieren und Planen. Dass sie früher davon nichts mitbekommen haben, weil ich das alles gemacht hab, bevor sie mittags zu Hause waren.

Ich habe ihnen gesagt, dass Teamarbeit mir noch nie so wichtig war wie in dieser Zeit. Dass es mir im Herzen wehtut, dass sie so viel streiten und sich gegenseitig weh tun.

Dass sie mich unterstützen können, indem sie nicht morgens 7 Uhr schon wütend Türen hinter sich zuschlagen.

Heute war ich sauer auf meinen Grossen.

Mit einer Freundin und deren Kindern trafen wir uns auf dem Spielplatz. Lange ging es gut, bis wir immer wieder unterbrochen wurden: Nachfragen, Dazwischenquatschen, Diskussionen über Tabletzeiten usw.

Es war unpassend. Ich war sauer.

Daheim erklärte ich ihm, dass andere Mamas meistens ja noch den Papa zum Reden haben. Sich mit diesem austauschen können. Sich gegenseitig bestärken und unterstützen können.

Da es bei uns nicht der Fall ist und ich der einzige Erwachsene bei uns bin, muss ich alles alleine mit mir ausmachen.

Wenn ich mit anderen Erwachsenen reden will, muss ich telefonieren, oder mich mit diesen verabreden.

Dass mir das dann sehr wichtig ist und ich kein Verständnis dafür habe, wenn ich ständig unterbrochen werde. Dass ich nicht akzeptiere, wenn er mit dabei sitzt und sich in die Gespräche mit einmischt.

Dass ich es liebe, Zeit mit ihnen zu verbringen.

Aber es mir manchmal einfach viel zu viel ist.

Ich denke, dass meine Message ankam.

Ps:

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