Mein 2019

Ich bin glücklich.

Auch darüber, dass ich das so sagen kann.

Aber am meisten, weil ich seit Jahren das erste Mal erkennen kann:

Mein Jahr 2019 war sowas von der Wahnsinn!

Es war aufregend, sorgte für viel Bauchkribbeln, ich war bewusster, habe besser hingehört und gesehen.

Ich habe sehr viel gelacht und schöne Zeiten mit wunderbaren Menschen verbracht, hab viele schöne Erinnerungen im Herzen und kann davon noch ganz lange zehren.

Es war ein Jahr voller Entwicklung, neuen Erkenntnissen und voller Aha-Momenten.

Ich habe neue Orte erkundet, mir einige Herzenswünsche erfüllt und mir ein paar mal selber auf die Schulter klopfen können.

Bald ist es 4 Jahre her seit der Trennung von meinem jetzt Ex-Mann und 2019 ist seither das erste Jahr, dass ich wahnsinnig zufrieden abschließen kann.

Einmal mehr wird mir bewusst:

Ich habe das richtige getan. Eine Trennung muss nicht dein Untergang sein. Sie kann auch eine neue Chance sein.

Wenn man mutig ist wird man belohnt. Mit ein bisschen Seelenfrieden dann und wann.

Und ja, ich halte es immer noch für überaus mutig eine Ehe zu beenden, alle Sicherheit aufzugeben und mit nichts dazustehen.

Es ist viel mutiger zu gehen statt zu bleiben, wenn man feststellt, dass die Werte und Ziele nicht mehr die gleichen sind.

Dass man nicht mehr bedingungslos geliebt wird. Dass man sich jeden Tag fremder wird, weil man sich verbiegt und unglücklich ist.

„Die Angst vor dem Neuen kann nicht größer sein, als der Frust vom Alten!“

Ich schätze an diesem Punkt war ich .

Ich rate niemanden mein Modell, der nicht ganz so verzweifelt ist wie ich damals.

Es lohnt sich immer für und um die Liebe zu kämpfen, keine Frage.

Ne Menge Erleichterung spielt auch noch mit, denn damals dachte ich nie wieder so glücklich sein zu können.

Die Gewissheit, dass diese furchtbare Zeit vorbei ist, ich es jetzt wirklich endgültig da raus geschafft habe. Aus der Hoffnungslosigleit und der puren Verzweiflung.

Dass es sehr wohl immer etwas besser wurde und ich mir mein Leben Stück für Stück zurückerobert habe.

Ein sehr befriedigendes Gefühl ist es, das alte Jahr nicht verfluchen zu müssen und zu hoffen, dass das Nächste bitte besser wird.

Natürlich gab es Rückschläge, traurige Momente und Tränen.

Aber wenn ich an mein 2019 denke, schießen mir Bilder in den Kopf, die mich schmunzeln lassen. Mein Herz gross machen.

Es gab so viele Highlights, dass ich es mit den schwarzen Tagen gut aufnehmen konnte. Sie haben nie die Macht übernommen.

Dank der letzten Jahre weiss ich:

Es gibt nichts, mit dem ich es nicht aufnehmen kann.

Nichts, das es schafft mich je zu brechen.

Denn es gibt da diese eine Sache, die mir niemand nehmen kann: mein Lachen!

Die Kunst ist es an harten Tagen den Mut nicht zu verlieren. Sich immer wieder neu motivieren zu können, immer wieder aufzustehen, niemals liegen zu bleiben.

Dabei darf man verheulte Augen haben und alles scheisse finden. Traurig sein, wütend und auch ein bisschen verzweifelt.

Um so mehr Tage muss man selber erschaffen, für die es sich lohnt das alles durchzustehen.

Das Gefühl den Verstand zu verlieren, das hatte ich schon sehr lange nicht mehr und darüber freue ich mich sehr.

Ich habe nie aufgehört dankbar zu sein für so viele Dinge, die meistens gar keine Dinge sind. Sondern eher Zeit, Erlebnisse und über seine Grenzen zu gehen.

Festzustellen, was man alles so schafft, wenn einem nichts anderes übrig bleibt und man einfach muss.

Wie wundervoll ist es festzustellen:

Es war schon so viel schlimmer! Aber das ist Vergangenheit!

Wow! 2019 ich danke dir für alles was du mir gegeben hast.

Danke für die Reise, fürs Ankommen.

Ich hatte heute Frühschicht und hab gestern Abend lächelnd die Rollos um 23 Uhr runtergelassen. Ich hatte mir mein Lieblingsessen gekocht und mich ausgiebig gepflegt.

Ich bin im Reinen.

Ich brauche kein bestimmtes Datum, von dem ich irgend etwas abhängig mache.

Ich brauche kein bestimmtes Datum, um neue Dinge anzugehen und mir Vorsätze zu überlegen.

Sagt die, die am 31.12 vor 10 Jahren ihre letzte Zigarette geraucht hat und wusste, dass sie ab 1.1. 2010 Nichtraucher sein wird.

Grundsätzlich versuche ich übers ganze Jahr an mir zu arbeiten, mich weiter zu entwickeln und auf meine Ziele hinzuarbeiten.

Ich warte ganz gespannt darauf, was das neue Jahr noch so für mich bereithält.

Was es auch sein mag, ich bin sowas von bereit!

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