7 Tage ohne Kinder

Mein Fazit an Tag 6:

Ich habe doch tatsächlich „Baby shark“ gegoogelt und mitgewippt.

Das war heut das allererste Zeichen.

Seid empört, aber ich habe meine Jungs keine Minute vermisst!

Leicht macht das die Tatsache, dass ich täglich schöne Bilder geschickt bekam von überglücklichen, ausgelassenen Kindern.

Ausserdem weiss ich ja, dass sie wiederkommen. Und zwar morgen.

Ich habe mich lange zuvor und sehr gut auf diese Woche vorbereitet.

Nichts wollt ich dem Zufall überlassen und hatte mir einige Ziele gesteckt. Nicht zu viel vorgenommen, denn es sollte ja nicht im Stress enden.

Von meiner Chefin habe ich mir die ganze Woche frei gewünscht und sie hat mir den Wunsch erfüllt.

Ich war aufgeregt und voller Vorfreude.

Als ich wusste, dass die Kinder gut am Urlaubsziel angekommen sind und der Papa mir das 1. Bild aus Italien schickte, gab’s für mich kein Halten mehr.

Von all meinen Zielen, habe ich Einiges geschafft.

Zum Beispiel habe ich es geschafft, jeden Tag mindestens 2 Liter zu trinken.

Ich habe es geschafft, einige Male Sport zu machen ( geplant war täglich-naja)

Mit einer Freundin, die ich länger nicht gesehen hatte, wünschte ich mir einen Waldspaziergang. Nicht unter 2 h war meine Bedingung. Es wurden sogar sage und schreibe 4 Stunden!

Ich habe alle Schulsachen für die 3. Klasse eingekauft, beschriftet und sortiert. Mit Liebe!

Einen ganzen Tag hab ich dafür geopfert, meinen Keller aufzuräumen und zu sortieren. Ich habe die Schränke der Kinder jahreszeitentsprechend bestückt und ausgemistet. 2 Mal war ich beim Altkleidercontainer und habe Einiges inseriert und auch schon verkauft.

Ich habe ALLE Zimmer, inklusive Balkon geputzt. So gründlich, wie ich es noch nie zuvor getan habe.

Einen alten Badschrank abgebaut und durch einen neuen ersetzt. Inklusive auswischen, neu sortieren, abstauben, ausmisten.

Alle Medikamente im Haus habe ich auf Verfall kontrolliert und sortiert nach: Verbandsstoffe, Salben und Tabletten.

Ich war 2 mal beim Recyclinghof: alte Spielsachen, die alten Laufräder, Kruscht…alles weg!

Betten habe ich abgezogen und frisch bezogen, hatte sogar Zeit alle Matratzenschoner mitzuwaschen.

Ich hatte Dates und konnte sagen:

„Ich bin total flexibel. Ich richte mich nach dir.“

Sehr viel Musik hab ich gehört. Und ich meine keine Kinderlieder.

Und Podcasts. Mitten am Tag.

Ich habe ausgeschlafen. (Bis 7.30 Uhr meistens😁)

Einmal war ich sogar bis 3 Uhr nachts wach! Wie so ein erwachsener Mensch. Wie früher.

Ich habe alle Fotos vom Handy auf den Laptop gezogen, in Dateien verpackt und zum Drucken ins Labor geschickt.

Wow! Was man alles schafft ohne Kinder!

Alles ist, wo es hingehört. Es ist sauber, ordentlich, gemütlich. Der Wäschekorb leer.

Es ist still. Die Stille war schön.

Auch, mit niemanden reden zu müssen. Stundenlang stillschweigend irgendwas machen.

In Ruhe. Ohne Unterbrechungen. Von Anfang bis Ende.

Es war so ungewohnt, dass ich einkaufen war, gegessen habe, aufgeräumt…Und dann immer noch Zeit hatte. Für was auch immer.

Ich freu mich morgen auf meine Kinder.

Das alles, die Ordnung und die Ruhe, die waren nur so schön, weil es zeitlich begrenzt war.

Niemals möchte ich das Geschrei, die Tobsuchtsanfälle, das Gezicke eintauschen gegen eine saubere Wohnung. Denn die kann mich auf Dauer nicht glücklich machen.

Meine Kinder aber schon.

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